Schiller - Opus - Cover
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Schiller Opus


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 106 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Electro-Pop meets Rachmaninoff, Debussy und Grieg.

Nachdem Schiller alias Christopher von Deylen (42) der elektronischen Popmusik in den vergangenen fast 15 Jahren ein neues Gesicht gegeben und zusammen mit Gaststars wie (u.a.) Xavier Naidoo, Thomas D., Sarah Brightman, Der Graf (Unheilig) und Peter Heppner sogar die Single-Charts aufgerollt hat, hält nun die klassische Musik Einzug in den Sound-Kosmos von Schiller. Zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bereich der ernsten Musik (Hélène Grimaud, Anna Netrebko, Albrecht Mayer und Diana Tishchenko) ließ sich Schiller von den Klängen der großen Meister wie Sergej Rachmaninoff, Claude Debussy, Modest Mussorgsky, Gabriel Fauré, Erik Satie, Pyotr Ilyich Tchaikovsky und Edvard Grieg inspirieren und schuf sein ganz persönliches „Opus“.

Das Spiel funktioniert dabei wie folgt: Schiller verknüpft seine bekannten sphärischen Ambient-Soundlandschaften mit einigen großen Melodien aus der Welt der Klassik und lässt dazu seine Mitstreiter aus der E-Musik an der Oboe (Albrecht Mayer), dem Piano (Hélène Grimaud), der Violine (Diana Tishchenko) sowie als Gesangspartner (Anna Netrebko) zu wuchtigen Orchesterklängen agieren. Dazu benutzt der 42-Jährige Erik Saties „Gymnopädie No.1“, Giacomo Puccinis „Un bel di“, Edvard Griegs „Solveig’s song“, Sergej Rachmaninoffs „Rhapsody on a theme of Paganini op. 43“ sowie Claude Debussys „Reverie“.

Daraus ergibt sich für den Hörer ein heiteres Melodienraten, das allerdings weitaus unspektakulärer ausfällt, als es die Theorie vorsieht. Denn auch wenn Schiller seine Kompositionen auf „Opus“ zusätzlich mit fremden Federn schmückt, ist es weiterhin der unverbindliche Lounge-Charakter, der seine Songs umgibt, auch wenn hier und da ein Orchester dazwischen tönt. In der Deluxe-Ausgabe mit zwei CDs sind es 22 Songs an der Zahl, die auf diese Weise zum Entspannen einladen und das Klangspektrum Schillers dezent erweitern. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass auch „Opus“ wieder ein Live-Brüderchen spendiert wird.

Anspieltipps:

  • Reverie
  • Swan lake
  • Desert empire
  • Opus: Reprise
  • Indian canyons
  • Twentynine palms

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