Barbarossa - Bloodlines - Cover
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Barbarossa Bloodlines


  • Label: Memphis Industries
  • Laufzeit: 43 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Reich an Details und doch so leicht zugänglich.

James Mathé aka Barbarossa spielte in der Live-Band von José González (Junip) und ist nach dem Mini-Album „Sea Like Blood“ sowie dem Longplayer-Debüt „Chemical Campfires“ beim Label Memphis Industries gelandet. Dort erscheint sein zweites Langspiel-Werk „Bloodlines“.

Aufgenommen und abgemischt in einem komplett analogen Studio in Manchester atmet es eine wunderbar warme Atmosphäre, in der Folk-Pop, Electronica und Soul mit seiner eindringlichen Stimme eine verheißungsvolle Liaison eingehen. So groovt sich „Pagliaccio“ in himmelsnahe Regionen und ist reich an kleinen, belebenden Details, ehe „S.I.H.F.F.Y.“ James Blake gehörig Konkurrenz macht. Die Beats reduziert und doch markant im Gesamtbild verharrend, dominieren der Bass und ummantelnde Tastentöne, um das Ende des Tracks einem Hauch von Post-Rock zu überlassen. Ganz großes Kino!

Sehnsüchtig und hitverdächtig schaut „The Load“ beim HipHop-Beat vorbei, gönnt sich jedoch auch eine gehörige Portion Pathos-Pop. Es beeindruckt schließlich neben dem konsequent überzeugenden Gesang mit dem gewagten Mix aus digitalen Sounds und analogem Instrumentarium.

Auch wenn die Ausrichtung von Barbarossa auf „Bloodlines“ zeitweise von durchdringenden Grooves getragen wird und die Melodien jede Menge Schwung verbreiten können, sind es doch die soulig warmen Balladen, die wahrlich verzaubern. Nicht nur „The Endgame“ macht dieses deutlich und das zweite Album des James Mathé zu einer vollends beglückenden, höchst charismatischen Momentaufnahme mit Blick auf eine weit strahlende Zukunft des Künstlers.

Anspieltipps:

  • Bloodline
  • Pagliaccio
  • S.I.H.F.F.Y.
  • The Load

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