Icky Blossoms - Icky Blossoms - Cover
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Icky Blossoms Icky Blossoms


  • Label: Saddle Creek/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Elektro-Pop und Synthie-Rock aus Omaha, Nebraska. Cool, funky, monoton und tanzbar.

Das Elektro-Pop-Trio Icky Blossoms wurde 2011 in Omaha, Nebraska, gegründet und vom ortsansässigen Label Saddle Creek (Bright Eyes, Cursive, The Faint, Azure Ray etc.) gesignt. Das nach ihrem Bandnamen betitelte Album erschien in den USA bereits 2012 und liegt nun auch hierzulande vor. Produziert wurde es von keinem Geringeren als David Sitek von TV On The Radio. Neben Sängerin und Synthiespielerin Sarah Boling, gehören Multiinstrumentalist und Sänger Derek Pressnall sowie Leadgitarrist Nik Fackler zum Trio.

Die Icky Blossoms bringen Elektro und Pop zusammen, gerne auch mal in die New Wave/Art Pop-Richtung à la Scanners zielend, und nicht nur der Auftaktsong „Heat Lightning“ legt hiervon Zeugnis ab. Wenn Derek Pressnall das Mikro übernimmt, erfahren die Songs eine naturgemäß härtere, männliche Note, die jedoch wiederholt von silberhellen Synthieklängen polarisiert werden. Rhythmisch wird hier immer die Tanzfläche der Indie-Disco im Auge behalten. Ja, die Dinger rocken auch ganz prächtig; statt Elektro-Pop darf hierzu auch Synthie-Rock gesagt werden. Lediglich zweimal zügeln sie das Tempo, „Stark Weather“ und „Perfect Vision“ fallen aus dem Rahmen.

Auch etwas dunklere Klänge bleiben nicht aus, werden jedoch immer in Pop übersetzt, wie z.B. auf dem peitschenden „Sex To The Devil“, auf dem die Stimmen beider Geschlechter gleichberechtigt zu hören sind. Desgleichen steckt Groove in diesen Titeln, „Deep In The Throes“ ist so ein Beispiel, das auch Cool- und Funkyness verkörpert. Dass dem Genre Elektro-Pop eine gewisse Monotonie anhaftet, liegt in der Natur der Sache, die auch Icky Blossoms nicht wegdiskutieren oder weggrooven können. Wie bei vielen anderen Elektro-Alben, glaubt der Hörer nach fünf Tracks quasi die ganze Platte zu kennen. Nichtsdestotrotz bleiben die Songs lebendig und sind in kleinen Dosen zündende Dancefloor-Stücke, die förmlich zum Abzappeln zwingen. Der Indie-Disco-DJ darf hier gerne beinahe das gesamte Album über den Abend hinweg in seinen Flow mixen.

Anspieltipps:

  • Heat Lightning
  • Sex To The Devil
  • Deep In The Throes
  • Temporary Freakout

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