Converge - All We Love We Leave Behind - Cover
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Converge All We Love We Leave Behind


  • Label: Epitaph Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Möglicherweise das bis dato perfekteste Werk der Bostoner Ausnahme-Band.

Während des Genusses dieses vorzüglichen Brockens ästhetisierten Krachs setzen Massenfluchten ein - und dies, wie selten genug, natürlich nur aus den richtigen Gründen. Gitarrenmusik als Kunst gab es sowieso selten, hier jedoch ist sie es nach wie vor. Schon bekannt: Converge sind ein einziger Beißreflex.

Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass diese Band schon alleine deswegen so geliebt wird, weil sich die Besetzung eben nicht aus dem meist üblichen Vollidioten-Personal derlei Combos rekrutiert. Man denke nur an die wunderbare Kurz-Doku „Rungs In A Ladder“ über Sänger Jacob Bannon - wenn das nicht Rock `n` Roll ist? Allem voran steht aber schlicht dieser außergewöhnliche Zug, den Converge-Platten nun mal entwickeln, wenn man sich denn auf sie einlässt: Auf einmal schlägt ein Song dort einen Haken, nach erbarmungslosem Gebretter hier die kurze Erlösung in Form von, nun ja, vielleicht Ambient. Dazwischen zerschmetterter Grindcore („Tender Abuse“) und am Anfang gar so etwas wie eine Single. „Aimless Arrow“ ist der Hit der Platte; und man kann sogar Textfetzen erahnen! Wahnsinn!

Verfehlt wäre es indes ganz allgemein, Converge so etwas wie Stagnation auf ihrem selbst geschaffenen Niveau-Level zu attestieren. Zum einen schaffen sie es immer wieder, noch den vermeintlich letzten neuen Hardcore-Song rauszuballen, zum anderen ist die Dramaturgie jedes Albums neuen Gesetzen unterworfen. Wer rechnet schon mit einem AC/DC-Lick in sechsfachem Tempo („Sadness Comes Home“) oder mit den über das Riff herfallenden Drums des Titeltracks? Eben.

Anspieltipps:

  • Aimless Arrow
  • Trespasses
  • Sadness Comes Home
  • All We Love We Leave Behind

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