Julianna Barwick - Nepenthe - Cover
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Julianna Barwick Nepenthe


  • Label: Dead Oceans/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Inspiriert von Island verzückt die Amerikanerin mit sehnsüchtiger Eleganz.

Die Amerikanerin Julianna Barwick beeindruckt mit einer ganz eigenen Kunst, die von ihrer Stimme und deren vielfacher Bearbeitung lebt. Für ihr drittes Album „Nepenthe“ dagegen wechselte sie die Umgebung, nahm gemeinsam mit Produzent Alex Somers (Sigur Rós, Jónsi, Jónsi & Alex) in Island auf und betrat nicht zur umgebungstechnisch Neuland. Waren bei ihren vorigen Alben keine anderen Musiker involviert, so sind es dieses Mal gleich mehrere Künstler wie das Streicher-Ensemble Amiina und Múm-Gitarrist Róbert Sturla Reynisson.

Zusammen mit einem Mädchenchor ergibt das eine famose Mischung und damit ein Album, dem eine weitreichende Schönheit innewohnt. Ätherisch schwebend, intim und doch sehnsuchtsvoll positiv erstrahlen kleine Epen wie „The Harbinger“ und das durch die raumfüllenden Vocals einzigartig in himmlische Sphären gleitende „Look Into Your Own Mind“. Auf „Nepenthe“ erzeugen die übereinander geschichteten Vocals durchgehend eine enorme Weite und machen damit die Platte einerseits schwer greifbar, andererseits ist es jedoch genau dieses Erlebnis, das die Wohltat ermöglicht und vorantreibt.

Obwohl die Stimme dominant bleibt, kommen die Streicher, Percussions und Tasteninstrumente nicht zu kurz. Sie harmonieren mit dem Gesamtkontext, tönen unterschwellig oder setzen wichtige Akzente. Die pure Harmonie, das pure Erleben sonderbarer Schönheit.

Anspieltipps:

  • The Harbinger
  • Look Into Your Own Mind
  • Forever
  • Crystal Lake

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