John Mayer - Paradise Valley - Cover
Große Ansicht

John Mayer Paradise Valley


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Womanizer John Mayer mit entspannten Folk- und Country-Songs und zwei interessanten Gästen.

Lediglich 15 Monate nach seinem letzten, von Don Was (The Rolling Stones, Bob Dylan, Bonnie Raitt, Randy Newman) produzierten Studioalbum „Born And Raised” (05/2012), meldet sich John Mayer (35) mit dem ebenfalls von Don Was produzierten „Paradise Valley“ bei seinen Fans zurück. Wie das urwüchsige Cover schon andeutet (Mann mit Hund in der Wildnis), hat sich John Mayer auf diesem Album von den Jazz-Popsongs seiner frühen Alben noch ein Stück weiter entfernt und eine zusätzliche Prise Country und Folk in seine Tracks gelegt.

Aber keine Panik! Ganz verschwunden ist Mayers besondere Jazz- und auch Blues-Note freilich nicht! Man höre dazu nur die neuen Stücke „Call me the breeze“ sowie „Dear Marie“ – und alles ist gut. Auf diese Weise bleibt sich der 35-Jährige treu, ohne dass der Hörer auf eine Entwicklung in Mayers Songwriting verzichten müsste. Heuer bedeutet dies auch, dass John Mayer introvertierter („Paper doll“) und versonnener klingt („I will be found lost at sea“) und sich mit Rap/R&B-Shootingstar Frank Ocean einen sehr speziellen Partner ins Boot geholt hat, der den ursprünglichen Opener-Song „Wildfire“ in einer weiteren Version mit seinem markant-nasalen Gesang noch mehr Atmosphäre verleiht.

Weit weniger interessant ist die zweite Kollaboration des Albums. Hier hat John Mayer, der als ausgemachter Weiberheld bekannt ist, seine neue Freundin Katy Perry (29) für den Song „Who you love“ gewonnen. Doch Mayers nächstes „Opfer“ nach Jennifer Love Hewitt, Jessica Simpson, Cameron Diaz, Jennifer Aniston und Taylor Swift bleibt in dem Stück relativ blass und ohne die tollen Bläserparts hätten wir hier einen echten Ausfall zu verzeichnen. Spaßiger ist da schon der reinrassige Country-Song „You´re no one ´til someone let´s you down” und das fröhlich-folkige „On the way home”, die ein sehr entspanntes und unaufgeregtes Werk beschließen, das den bisher 20 Millionen verkauften Mayer-Alben sicher das eine oder andere hinzukommen lassen wird.

Anspieltipps:

  • Wildfire
  • Dear Marie
  • Call me the breeze
  • Waitin‘ on the day
  • I will be found (lost at sea)

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
Diskutiere über „John Mayer“
comments powered by Disqus