Frogbelly And Symphony - The Eye EP - Cover
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Frogbelly And Symphony The Eye EP


  • Label: Labelship/Broken Silence
  • Laufzeit: 22 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Kickstarter-Projekt mit so vielen Kanten, wie es Ambitionen an den Tag legt.

Nicht alle Tage treffen sich Bandprojekte, die in Sheffield und Brooklyn angesiedelt sind. Der damit internationale Fünfer schließt sich dem seit der Jahrtausendwende in New York präsentierten Indie-Rock an. Ein guter Hauch von Garage in der Produktion, hallende Stimmen und bloß keine eingefahrenen Melodien sind das Rezept, welches auch bei Frogbelly And Symphony die Tagesordnung beherrscht. Die mit gerade mal guten 5.000 US-Dollar per Kickstarter unterstützte EP „The Eye“ ist ein künstlerisch freies Ergebnis, das sich plätschernde Balladen und Rock wie noch zu Zeiten von The Cure erlauben kann. Allein für diese Prämisse lohnt sich das Reinhören schon.

Mit sanften Gitarrenakkorden und verlorenem Gesang verzaubern Frogbelly And Symphony die Hörer in ihren geradlinigen, aber sehr eigen klingenden Rocknummern wie „Amou Fou“. Ob man das Tempo wie in „Sugar Castles“ etwas drosselt und dafür auch mal zum Banjo greift, um den melancholischen Klanghorizont zu erweitern, oder im Stil der „Rocky Horror Picture Show“ auf Falsett-Gesang und viel Drama setzt - die Ergebnisse haben in der heutigen Landschaft einfach schon ihren Platz, weil sie so dermaßen anders sind und, das darf man hinzufügen, schlichtweg unterhaltsam klingen.

So stark dieses Projekt von seinem Freigeist profitieren kann, so bedrohlich lauert natürlich auch die künstlerische Ziellosigkeit, die sich im plätschernden „Lonely Seabird“ oder auch dem ungestümen, aber unsicheren „Kookaburra“ ausdrückt. Der Schlusstrack „Matze“ klingt eher wie ein Interlude und fängt sich deplatziert das Prädikat „harmlos“ ein. Wie Frogbelly And Symphony es dabei allerdings bewerkstelligen, sich einen klaren Soundkosmos zu schaffen und beizubehalten und das Ganze in so schönen Liedern wie „Amour Fou“ einzufangen, ist durchaus bemerkenswert. Und wie bereits angesprochen ist allein diese Prämisse schon eine Menge wert.

Anspieltipps:

  • Amour Fou
  • Paying The Price
  • Sugar Castles

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