Makthaverskan - Makthaverskan II - Cover
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Makthaverskan Makthaverskan II


  • Label: Luxury Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Shoegazer, Punk und Dream-Pop aus Schweden mit toller Sängerin.

Das Debütalbum der fünfköpfigen, gemischtgeschlechtlichen Band Makthaverskan erschien 2009 lediglich in Schweden und konnte in ihrer Heimat erste Erfolge verbuchen. Leider wurde kurz danach Schlagzeuger Andreas Wettmark ausgeraubt und dabei so schwer verletzt, dass er einige Zeit im Krankenhaus verbringen musste. Inzwischen zeigen sich Drummer und der Rest der Band gut erholt und legen mit „Makthaverskan II“ ordentlich nach.

Drei Herren und zwei Damen stehen hinter dem für deutschsprachige Zungen eigenartigen Bandnamen. Ihr Metier liegt mittig zwischen Punk und Pop, erinnert an die britische C86-Bewegung, die in Primal Scream, The Wedding Present und den Shop Assistants ihre bekannteren Vertreter hatte. Des weiblichen Gesangs wegen, lassen sich Makthaverskan zwischen Shop Assistants und The Primitives einordnen, schwenken aber auch gerne mal in Richtung The Sundays, die zu Beginn der 90er-Jahre als die weibliche Ausgabe von The Smiths bezeichnet wurden. Zudem dürfen aktuelle Shoegazer- und Dreampop-Bands als Referenz herangezogen werden: Beach Day, Best Coast, Mood Rings oder die Vivian Girls.

Immer wieder ist es die Singstimme von Maja Milner, die den Hörer in Verzückung versetzt. Drumherum schwirren und janglen die Gitarren, der Bass pumpt in Moll und das Schlagzeug poltert. Darüber wird dann eine gemäßigte Hallglocke gestülpt und fertig ist ein Album, das mit neun Songs in 33 Minuten auf den Punkt kommt. Ihr Trumpfass bleibt jedoch Sängerin Maja Milner, die das melancholisch-klare einer Harriett Wheeler (The Sundays) mit dem mädchenhaften einer Annabel Wright (Shop Assistants) und dem melodisch-lieblichen einer Tracy Tracy (The Primitives) verknüpft.

Im Gesamten betrachtet ein gutes Shoegazer/Punk/Dream-Pop-Album aus Schweden, das sich vor den UK- und US-Bands nicht verstecken muss. Im Mix hätten die Vocals phasenweise noch klarer herausgearbeitet werden können, so wie es z.B. in „Asleep“ der Fall ist, ein Titel der tatsächlich das Niveau der Songs auf „Reading, Writing And Arithmetic“ von The Sundays hat. Oftmals gleicht sich jedoch das Songwriting in diesem recht engen Genre, auch bei Makthaverskan. Ein Problem, dem sie Spielfreude und Leidenschaft entgegensetzen. Wenn sie beim nächsten Mal noch einige Tempovariationen einstreuen, wird sich wohl kaum ein Hörer mehr beschweren.

Anspieltipps:

  • Antabus
  • Asleep
  • Something More
  • No Mercy

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