Maria Mena - Weapon In Mind - Cover
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Maria Mena Weapon In Mind


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine merkwürdig blutleere Vorstellung mit einer Ansammlung vertaner Chancen.

Zwei Jahre nach ihrem bis dato erfolgreichsten Longplayer „Viktoria” (09/2011), kehrt Maria Mena mit ihrem mittlerweile sechsten Studioalbum „Weapon In Mind“ zurück auf die Bildfläche der Popmusik. Und damit das Konzept der vorherigen Werke nicht ein weiteres Mal aufgekocht werden musste, arbeitete die norwegische Sängerin diesmal mit verschiedenen Produzenten zusammen, die aus der norwegischen Electro- und HipHop-Szene stammen und dem Sound der 27-Jährigen ein paar neue, moderne Facetten verpassen sollten.

Mit der vorab ausgekoppelten Single „Fuck you“ ist der Plan allerdings nicht so recht aufgegangen. Denn abgesehen davon, dass es ein Lied mit so einem Titel schwer hat, überhaupt im Radio gespielt zu werden („Mama, was heißt fuck you?“), ist die durchaus fröhliche Hookline alles andere als eine Offenbarung. Aber „Weapon In Mind“ hat ja noch ein Dutzend zusätzliche Tracks zu bieten, die den Stilwandel der Norwegerin vorantreiben können.

Die Betonung liegt allerdings auf „können“. Denn „Weapon In Mind“ verrät sich relativ schnell als eine Songsammlung, die im Vergleich zu den vorherigen Werken sowohl auf kompositorischer Seite als auch aus produktionstechnischer Sicht keine großartig neuen Wege beschreitet. Lediglich ein paar Details haben sich dem Zeitgeist angepasst. So sind hier und da die Beats etwas fordernder („You’re all telling stories“, „Interesting“) oder der Sound durch elektronisches Wabern atmosphärischer („All the love“, „Lover let me in“, „The end“). Doch insgesamt wirkt die Vorstellung merkwürdig blutleer, was in erster Linie einem Songwriting zuzuschreiben ist, das heuer einfach nicht zündet.

Denn dazu fehlt den Melodien die Langzeitwirkung und der vermeintliche Stilwandel fällt viel zu inkonsequent aus, als dass darüber noch irgendetwas zu retten wäre, was im Prinzip nicht zu retten ist. Fazit: Eine vertane Chance!

Anspieltipps:

  • The end
  • All the love
  • I love you too
  • You make me feel good

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