Poliça - Shulamith - Cover
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Poliça Shulamith


  • Label: Memphis Industries
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das bewährte Erfolgsrezept geht in die zweite Runde.

Mit ihrem überaus positiv aufgenommenen, letztjährigen Debüt „Give You The Ghost“ und den einhergehenden TV- sowie Live-Auftritten konnten sich Poliça einen tollen Ruf erspielen. Besonders markant aus dem Sound der Amerikaner sticht die Rhythmus-Sektion heraus. Diese besteht aus den beiden Schlagzeugern Drew Christopherson und Ben Ivascu sowie Bassist Chris Bierden und ist auch auf dem Zweitwerk „Shulamith“ noch genauso mächtig. Der Gesang von Channy Leaneagh trägt darüber hinaus zum fortwährenden Wiedererkennungswert bei.

„Shulamith“ (angelehnt an die feministische Aktivistin Shulamith Firestone) setzt genau dort an und liefert, wie schon der Erstling, so manchen Hit ab. Rhythmisch angenehm vertrackt, aber nie überladen, und melodisch die nötigen Gegensätze positionierend, ist das Album Stagnation auf hohem Niveau. Der Stimm-Effekt des Vocoders leitet immer noch die Melodien, welche so wunderbar von Channys expressiver Gesangsleistung eingeleitet werden, so dass schon der Opener „Chain My Name“ eine gleichermaßen hymnische wie dringlich groovende Angelegenheit ist.

Trotz druckvoller Ausbrüche können jedoch bei weitem nicht alle Songs diese zwingende Wirkung entfalten. Zwar trägt die Stimmung eine träumerische Note und leitet dadurch gut durch den Longplayer, doch erst „Very Cruel“ lässt mit seinen Synth-Bläsern wieder aufhorchen. „Trippin“ holt den sonnigen Electro-Swing ins Haus und „Tiff“ bricht sich seinen Weg sanft industrialisiert in herrlich himmlische Regionen. Generell nimmt die Platte im weiteren Verlauf wieder mehr Schwung auf, was überaus positiv zum Gesamteindruck beiträgt und Poliça weiterhin auf einem tollen Niveau zeigt, ohne einen bemerkenswerten Fortschritt erkennen zu lassen.

Anspieltipps:

  • Chain My Name
  • Very Cruel
  • Tiff
  • Spilling Lines

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