Neko Case - The Worse Things Get, The Harder I Fight, The Harder I Fight, The More I Love You - Cover
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Neko Case The Worse Things Get, The Harder I Fight, The Harder I Fight, The More I Love You


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Stilvoller und schillernder Country-Pop, der Leichtigkeit und Tiefgang vereint.

Heutzutage ist es nur noch schwer vorstellbar, dass Neko Case als Schlagzeugerin in verschiedenen Punk-Bands begann, längst zählt sie zu den etablierten und erfolgreichen Singer/Songwriterinnen. Nach Punk entdeckte sie Country und so fanden sich auf ihrem Solo-Debütalbum Cover-Versionen von Ernest Tubb und Loretta Lynn. Inzwischen hat Case ihr musikalisches Spektrum dermaßen erweitert, dass dabei anspruchsvolle Popmusik herauskommt, die in Couleur und Bandbreite schillert.

Für ihr neues Album, das sie „The Worse Things Get, The Harder I Fight, The Harder I Fight, The More I Love You” in für 2013 Rekord verdächtiger Länge betitelte, hat sie wieder einige klangvolle Namen um sich geschart: Paul Rigby, Tom V. Ray, Kelly Hogan, Jon Rauhouse, Kurt Dahle, John Convertino, M. Ward, Carl Newman, Steve Turner, Howe Gelb sowie Mitglieder von My Morning Jacket, Los Lobos und Visqueen. Dabei spielt sich keiner ihrer Mitmusiker besonders in den Vordergrund, vielmehr sorgen sie für einen vielfältig gewebten, immer dem Song untergeordneten Klangteppich. Produziert hat die Künstlerin höchst persönlich, wobei am Aufnahmeprozess Chris Schultz, Craig Schumacher und Tucker Martine beteiligt waren.

Große Namen versprechen zwar nicht immer ein gelungenes Album, aber dieses hier überzeugt. Dass Neko Case komponieren und singen kann, ist längst popmusikalisches Allgemeinwissen. Zudem versteht sie es, ihre Songs immer facettenreich auszustatten und dabei auch einem größeren Publikum zu gefallen, ohne in die oberflächliche Mainstream-Falle zu tappen. Eine Kunst, die nicht jedem im Singer/Songwriter-Genre gegeben ist.

Heraus ragt „Where Did I Leave That Fire“, das mit dunklen Klangfarben und der klaren, ausdrucksstarken Stimme der Protagonistin eine einzigartige Atmosphäre heraufbeschwört. Zudem jongliert sie wiederholt mit Country, Psychedelia, Americana, Folk und stilvollen Popelementen. Die Arrangements schweben und schwirren zwischen Leichtigkeit und Tiefe, zwischen Opulenz und Reduktion. Die US-Singer/Songwriterin schöpft wieder aus ihrem facettenreichen Mal- und Zauberkasten und schenkt uns einen in Regenbogenfarben kolorierten Songreigen mit kunstvollen, dennoch melodiösen Pop-Songs!

Anspieltipps:

  • Night Still Comes
  • I’m From Nowhere
  • Calling Cards
  • Where Did I Leave That Fire

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