Asking Alexandria - From Death To Destiny - Cover
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Asking Alexandria From Death To Destiny


  • Label: Sumerian Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Viel Altbekanntes, viel Routine: Das dritte Album wird wie schon so oft zu einer Belastungsprobe.

Asking Alexandria haben den bisherigen Höhepunkt ihres Erfolges erreicht. Headliner-Touren in Europa und Nordamerika sprechen klar für die Band. Das zweite Studiowerk „Reckless And Relentless“ verkaufte sich wie warme Semmeln und ein kleiner, aber durchaus existenter Hype gab den jungen Musikern einen ordentlichen Push. Die logische Konsequenz ist ein von der Fanschaft heiß erwarteter, dritter Longplayer. Ben Bruce (Gitarre, Synthesizer, Background-Gesang), Danny Worsnop (Gesang, Keyboard), Cameron Liddell (Gitarre), Sam Bettley (Bass) und James Cassells (Schlagzeug) stellen sich der Herausforderung des schwierigen dritten Albums und sind in der heiklen Lage, sowohl ihre Fans zufriedenstellen zu müssen, als auch ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Album Numero drei geht tatsächlich den sicheren Weg, bietet mehr vom Altbekannten, kann dem bereits veröffentlichten Material aber nur schwer das Wasser reichen. Den Fans wird’s egal sein.

Ein stets gebotener Abwechslungsreichtum rettet „From Death To Desire“ aus der drohenden Mittelmäßigkeit. Denn makellos ist das dritte Studioalbum der Briten nicht. Besonders die Produktion macht dem Hörgenuss das eine oder andere Mal einen Strich durch die Rechnung. Die Gitarren sollten eigentlich fett sein, doch gehen viel zu oft in den Fuseln des Elektroflokatis unter. Dadurch verliert der Sound gehörig an Schmackes und Druck. Das Organ Danny Worsnops hat ebenfalls schon bessere Zeiten erlebt. Die gesangliche Leistung des jungen Herrn bleibt hinter denen der Vorgängeralben „Stand Up And Scream“ (2009) und „Reckless And Relentless“ (2011) zurück. Besonders sein Wechsel vom cleanen Gesang zu Screams und wieder zurück hat nur selten den Biss, den er eigentlich haben sollte.

Das ist wirklich schade, da die zwölf Songs (sowie ein Remix als Bonus) gute Ansätze haben und man merkt, dass die Jungs mit Bedacht und Inspiration komponiert haben. Da wären zum Beispiel der mit orientalischen Einsprengseln opulent ausgestattete Opener „Don't Pray For Me“, die brachialen „Poison“ und „Until The End“ sowie das vielschichtig-atmosphärische „The Road“. Und da wäre noch das an jüngere Soilwork erinnernde, melancholische „The Death Of Me“, welches in seiner kleinen Bonustrack-Revision überraschenderweise sehr viel krachender und roher rüber kommt als in der Album-Version - ob diese nun an vorderster Front des Loudness Wars steht oder einfach nur Eier angeklebt bekommen hat, soll jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass hier der komplett andere Weg gegangen wurde. Während ein Gros des Materials völlig suboptimal, teilweise viel zu leise, abgemischt wurde, ballert man hier die übrig gebliebene Munition aus allen Rohren.

Dennoch wird in puncto Songwriting einiges geboten. All die erwähnten Kompositionen zeugen von der Klasse Asking Alexandrias - dafür, dass die Jungs allesamt noch recht jung sind, schütteln sie für das Genre durchaus die einen oder anderen Akzente aus dem Ärmel. „Creature“, „Believe“, „Moving On“ und das völlig überladene Synthie-Schlachtfest „Killing Me“ sind dagegen erschreckend uninspiriert und dienen lediglich als Filler. Besonders „Moving On“ und „Believe“ kränkeln aufgrund des übermäßig clean dargebotenen Gesangs. Als leichte Auflockerung mag dieser nicht störend auffallen, fast alleine kann er aber kaum tragen und zeigt, dass Asking Alexandria einfach keine Band sind, die Balladen spielen sollte - auch wenn sie gerne eine solche wären. Definitiv stark sind Asking Alexandria, wenn es darum geht, beinharten Metalcore mit Atmosphäre und interessanten, pompösen Sounds auszustatten. Das schaffen sie auf „From Death To Destiny“ zwar nicht so gut wie auf den beiden Vorgängern, einen Abbruch wird es dem Erfolg der Kombo aber keinesfalls tun.

Anspieltipps:

  • Don't Pray For Me
  • The Death Of Me
  • Poison
  • Until The End

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