InfiNight - The Vision EP - Cover
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InfiNight The Vision EP


  • Label: Source Of Deluge
  • Laufzeit: 13 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein wirklich großartiger und moderner Metal, der in EP-Form leider viel zu kurz kommt.

Seit ihrer Gründung im Jahre 2001 haben InfiNight aus dem Saarland einen stetigen Kletterakt nach oben gemeistert. Im Vorprogramm von Größen wie den Children Of Bodom oder Blind Guardian durften sie genauso wie als Headliner auf kleineren Festivals auftreten. Auch die bisher erschienenen Alben „Sea Of Knowledge“ (2005) und „Like Puppets“ (2010) gaben der fünfköpfigen Band einen nicht zu unterschätzenden Geheimtipp-Status. Was also tun? Klar, für Nachschub sorgen. Allerdings verzichten InfiNight auf ein neues Album. Statt eines Longplayers kommt ein waschechter Shortplayer, wenn man so will.

Eine treue Fanschar haben InfiNight ja schon für sich gewinnen können. Gerade die sind natürlich das Zielpublikum ihrer EP „The Vision“. Mit fünf Songs, von denen „The Passage“ und „Transformation“ gerade mal kleine Interludien sind, kann man die EP natürlich nicht mit einem vollwertigen Album vergleichen. Eine Spielzeit von knapp 13 Minuten ist ebenfalls recht dürftig und macht am Ende voll und ganz klar, dass „The Vision“ lediglich ein kleines Geschenk an die Anhänger ist. Dafür sind „Hideaway“, „A Loss Of Love“ und der Titeltrack allererste Sahne und haben alle drei beachtliche Singlequalitäten. InfiNight werden gerne mit Bands wie Brainstorm oder Iced Earth verglichen - die Wahrheit ist, dass sie ihren ganz eigenen Sound haben. Es wird ein höchst melodischer, moderner Metal geboten, der irgendwo zwischen Power, US-Power und (gezügeltem) Thrash anzusiedeln ist. „Hideaway“ ist ein fetter Ohrwurm und mit „A Loss Of Love“ schütteln die Saarländer sogar eine großartige und bombastische Power-Ballade aus dem Ärmel, die ein überraschendes Airplay-Potential mit sich bringt, während der Rausschmeißer ein wenig härter daherkommt und besonders live gut funktionieren sollte.

Als Appetitanreger taugt „The Vision“ somit zweifellos. Es ist nur schade, dass sich gerade mal drei vollwertige Songs auf der EP verirrt haben und die restlichen zwei Kompositionen nichts anderes als Filler sind. Andere Bands packen zumindest noch einen Coversong drauf oder versuchen zumindest, über die 20-Minuten-Grenze zu gelangen. Das machen InfiNight leider nicht und hinterlassen trotz des ohne Frage tollen Materials den bitterlichen Nachgeschmack einer Maxi-CD. Lust auf mehr macht die Band allerdings ohne Frage. Klar, bei drei Killern ist das auch kein Wunder. Einen Gefallen tut sich die Gruppe dann allerdings auch nicht.

Anspieltipps:

  • Hideaway
  • A Loss Of Love
  • The Vision

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