John Legend - Love In The Future - Cover
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John Legend Love In The Future


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

John Legend setzt nicht nur auf seine Stimme, sondern auch auf abwechslungsreiche Arrangements.

In diesem Monat wird Sänger und Songwriter John Legend seine langjährige Freundin Chrissie Teigen heiraten und so ist es sicher kein Zufall, dass das erklärte Hauptthema seines neuen Albums die Liebe ist. Im Jahr 2011 erschien Legends bis dato letztes musikalisches Lebenszeichen in Form einer Zusammenarbeit mit der Gruppe The Roots, („Wake Up!“). Sein letztes Solowerk „Evolver“ stammt sogar schon aus dem Jahre 2008.

Es wurde also wieder einmal Zeit für eine neue Soloplatte des Schmusesängers. Diese wurde, wie schon die vorherigen Alben, neben einigen anderen Produzenten in erster Linie wieder von Kanye West und Dave Tozer betreut. Feature-Gäste gibt es lediglich bei zwei Tracks des Albums. Die Single „Who Do We Think We Are“ gehört zu den Songs, die nicht typisch für diesen Longplayer sind. Mit Rapper Rick Ross turnt John Legend in HipHop-Gefilden herum, die nicht unbedingt zum kuschelig-sanften Rest passen. Das nur 1:24 Minuten kurze „Angel“ wird gesanglich begleitet von Stacy Barthe, einer talentierten Sängerin, die schon mit Frank Ocean sang, aber die bei diesem Track kaum zum Zuge kommt, weil Legend den Hauptpart singt.

Musikalisch bewegt sich John Legend im erwarteten Soul, R&B und HipHop-Kosmos und textlich im erwähnten emotionalen „Love“-Themenbereich. Die Songs klingen allesamt frisch und modern und nicht wie eine Wiederholung von bereits Gehörtem. Dazu ließen sich John Legend und seine Produzenten eine Menge einfallen: So wird zum Beispiel Legends Stimme von stampfenden Rhythmen wie bei „Save The Night“ begleitet und die souligen Liebesballaden „All Of Me“ und „Hold On Longer“ unterstreichen die unüberhörbare gesangliche Klasse des 34-Jährigen.

Einer der interessantesten Song dürfte wohl „Open Your Eyes“ sein: Neben treibenden Klängen und dem allgegenwärtigen Legend'schen Piano, sind tatsächlich zeitweise E-Gitarrenklänge zu hören. Diese echte Seltenheit in diesem Genre wiederholt sich auch in „Asylum“ am Schluss des Albums. John Legend verlässt sich nicht nur auf seine samtweiche Stimme, sondern kümmerte sich um eindrucksvolle Arrangements, die mal herrlich altmodisch klingen wie bei „Tomorrow“ oder druckvoll daherkommen, wie die mit einprägsamen und wuchtigen Beats ausgestatteten „Caught Up“ oder „Save The Night“.

Fazit: Die musikalische Abwechslung der vierten Legend-Platte beeindruckt nachhaltig und bei der potentiellen Hitdichte dürfte im Hause Legend nicht nur die diesjährige Heirat eine Erfolgsgeschichte werden.

Anspieltipps:

  • Made To Love
  • Open Your Eyes
  • Save The Night
  • You & I

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