The Kissaway Trail - Breach - Cover
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The Kissaway Trail Breach


  • Label: Yep Roc/CARGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Indie zwischen Pop und Rock mit Synthies und Stromgitarren.

Im Jahre 2005 gründete sich die Band Kissaway Trail in ihrer Heimat Dänemark. Das Songwriting, den Gesang und die Gitarren teilen sich Soren Corneliussen und Thomas Fagerlund. In ihren Anfangstagen stellten sie ihren Sound mit Klangelementen aus den Smashing Pumpkins, Nirvana, The Flaming Lips und Black Rebel Motorcycle Club zusammen. Das Ergebnis zeigte sich im selbstbetitelten Debüt The Kissaway Trail von 2007, dem im Jahr 2010 „Sleep Mountain“ folgte. So weit so schlecht, denn es kam zu den sogenannten künstlerische Differenzen, hinter denen sich oft nichts anderes als Streitigkeiten verbirgt. Wie es bei Kissaway Trail war, sei einmal dahingestellt, jedenfalls endete es nicht mit der Auflösung der Band, sondern mit einer neuen Ausrichtung. Die fünfköpfige Band schrumpfte sich zum Trio gesund, zu den oben Erwähnten gesellte sich Schlagzeuger Hasse Mydtskov. In dieser Besetzung nahmen sie das nun vorliegende Album „Breach“ auf.

Die Dänen siedeln ihr Indie-Konzept zwischen Pop und Rock an, die E-Gitarren stehen gleichberechtigt neben den Synthesizern. Die Rhythmik ist vertrackt-monoton, die Synthies schwirren aus wie Bienenschwärme und die Stromgitarren sägen kreisrunde dunkle Wave-Muster, die vom zweistimmigen Gesang aufgehellt werden. Die Songs sind zwar melodisch aufgebaut, lassen sich jedoch manchmal kaum voneinander unterscheiden. Positiv formuliert haben Kissaway Trail als Band zur Einheit zurückgefunden, dadurch blieb aber die Abwechslung etwas auf der Strecke. Zudem sind die Kompositionen nicht ausgefeilt genug, um in der ersten Liga mitzuspielen. Letztlich sind sie Zweitliganiveau, das den Aufstieg anstrebt.

Solche Ambitionen lassen sich durch Songs wie z.B. „Norrebro“, „The Sinking“ oder „A Rainy Night In Soho“ begründen, die mit einem Konzept und vor allem Gesicht aufwarten. Die haben Rückgrat, Hand und Fuß, entgehen dem allzu Gleichgeschalteten und Monotonen. Wahrscheinlich brauchen Kissaway Trail noch das eine oder andere Album um ihr Niveau zu steigern, das Potential ist jedenfalls augenscheinlich vorhanden. Weitermachen Jungs!

Anspieltipps:

  • Norrebro
  • Beauty Still Rebels
  • The Sinking
  • A Rainy Night In Soho

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