Justin Timberlake - The 20/20 Experience 2 Of 2 - Cover
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Justin Timberlake The 20/20 Experience 2 Of 2


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 74 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Rudis Resterampe lässt grüßen: Hier kommt der Nachschlag aus den „The 20/20 Experience“-Sessions.

Sieben Jahre nach seinem letzten Studioalbum „FutureSex/LoveSounds“ (09/2006) will es Justin Timberlake scheinbar so richtig wissen. Denn nur schlappe sechs Monate nach der Veröffentlichung von „The 20/20 Experience“ (03/2013), legt der 32-jährige Superstar bereits den nächsten Longplayer nach. „The 20/20 Experience 2 Of 2“ verballert allerdings „nur“ das Restmaterial der ursprünglichen Sessions, die Timberlake mit seinem Produktionspartner Timbaland (41) abhielt.

Über den Sinn und Zweck solch zweigeteilter Veröffentlichungen wurde in der Vergangenheit schon viel diskutiert, da diesen Werken oft der Makel anhaftet, jene Songs auch noch kommerziell auszuschlachten, die für das eigentliche Hauptwerk nicht gut genug waren. Und in der Tat ist von der berühmten Experimentierfreude Justin Timberlakes in den 13 zusätzlichen „20/20 Experience“-Tracks kaum noch etwas zu spüren. Vielmehr kredenzt das Multitalent seinen Hörern anfänglich eine Ansammlung fast schon banaler R&B-Songs auf, die selten über die Niveaustufe „Füllmaterial“ hinauskommen. So braucht es einige Zeit und Durchläufe, um die langsame Steigerung der Qualität des Songmaterials zu registrieren.

Nach einem, wie gesagt, schwachen ersten Album-Drittel, nehmen die wieder einmal mit konsequenter Überlänge glänzenden Songs endlich Fahrt auf. Dabei ist Mr. Timberlake immer dann am besten, wenn er frühe („Take back the night“) und späte („Amnesia”) Michael-Jackson-Trademarks im Motown-Stil adaptiert. Dazu gehören freilich auch schwülstige Balladen („You got it on”), schweißtreibender Funk mit Gast-Raps von Jay-Z („Murder”) sowie HipHop/Dub/Blues-Experimente („Only when I walk away”). Und weil es so schön ist, legt JT mit „Not a bad thing“ noch eine Halbballade im Boygroup-Style nach.

Damit rettet der 32-Jährige die Resteverwertung des „The 20/20 Experience“-Albums am Ende einigermaßen anständig übers Ziel, allerdings ohne verheimlichen zu können, dass die besseren Songs der Aufnahme-Sessions bereits auf dem ersten Teil des Album-Doppeldeckers erschienen sind.

Anspieltipps:

  • TKO
  • Murder
  • Not a bad thing
  • Take back the night
  • Only when I walk away

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