The Clash - Hits Back - Cover
Große Ansicht

The Clash Hits Back


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 120 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
4.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Digital ist besser! Die Hits von The Clash in neuem Sound als kompakte Werkschau.

Die im Jahr 1976 gegründete und 1985, nach sechs Studioalben offiziell wieder aufgelöste britische Punkband The Clash um die beiden Enfant terribles Joe Strummer und Mick Jones, wird alle Jahre wieder von der Presse als Einflussgeber auf alle möglichen Bands und Genres wie Reggae, BritPop, Dub, Folk und R&B abgefeiert. Auch 2013 wird der Speerspitze des „British Punk Movement“ diese Ehre zuteil, wobei die kommerzielle Komponente diesmal eine besondere Rolle spielt.

Mit der erneuten digitalen Aufarbeitung des kompletten Backkatalogs, der ab sofort in den verschiedensten Ausführungen zu haben ist, soll heuer so richtig Kasse gemacht werden. Will heißen: Jeder Longplayer ist als 2013er Remaster entweder einzeln, als kleines Box-Set oder als Mega-Luxus-Kiste in Form eines nachgebildeten Ghettoblasters („Sound System“) bzw. auch als kompakte Greatest-Hit-Zusammenfassung käuflich zu erwerben. Die Wetten stehen von daher nicht schlecht, dass sich die Hardcore-Fans die Alben der Ur-Punks zum zweiten oder dritten Mal in die Regale stellen.

Die erste britische Punkrockband, die einen Majorvertrag erhielt, profitiert nun von der gewaltigen Marketing-Power ihres alten Labels, indem Fans und denjenigen, die es evtl. werden wollen, von „The Clash“ (1977) bis „Cut The Crap“ (1985) noch einmal die Ursuppe des Brit-Punk aufgekocht wird. Zum gepflegten Reinschmecken reicht dazu schon das Doppelalbum „Hits Back“, auf dem 32 der bekanntesten Tracks von The Clash im neuen Soundgewand präsentiert werden. Die Tracks dokumentieren dabei die Setliste bei der „Brixton Fairdeal“-Show aus dem Jahr 1982, wobei die beiden Silberlinge die besten Studioaufnahmen des großen Box-Sets „Sound System“ sowie acht zusätzliche Songs enthalten.

Das digital überarbeitete Klangbild der neuen Remaster von Kultsongs wie „London calling“, „Bankrobber”, „I fought the law”, „The guns of Brixton“, „Rock the casbah“, „Garageland”, „Should I stay or should I go“, „White riot”, „Know your rights”, „Stay free“ oder auch „Police on my back” – um nur ein paar Beispiele aufzuzählen – stellt zum einen eine gelungene Frischzellenkur für die weit über 30 Jahren alten Bänder dar und zum anderen ist es ein geschichtsträchtiger Reminder dafür, dass Punkrock keine stilistische Einbahnstraße darstellen muss, sondern bei aller Rotzigkeit geschickt mit den Genres spielen kann, ohne dass die Credibility auf der Strecke bleibt.

Anspieltipps:

  • White riot
  • Garageland
  • London calling
  • Know your rights
  • Police on my back
  • Safe european home
  • The magnificient seven

Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
Diskutiere über „The Clash“
comments powered by Disqus