Swim Deep - Where The Heaven Are We - Cover
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Swim Deep Where The Heaven Are We


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die neue BritPop-Hoffnung aus „B-Town“ kommt nach sechs Singles/EPs endlich mit einem Album um die Ecke.

Die aus dem Raum Birmingham in den englischen West Midlands stammende Band Swim Deep legt zwei Jahre nach ihrer Gründung und nach einem halben Dutzend veröffentlichter Singles und EPs mit „Where The Heaven Are We“ endlich auch einen Longplayer vor. Dieser wurde im belgischen Brüssel zusammen mit dem 29-jährigen Produzenten Charlie Hugall (Florence + The Machine, Kaiser Chiefs, Lucy Rose, Crystal Fighters, Ed Sheeran, Dry The River) im Line-up Austin Williams (Gesang), Tom Higgins (Gitarre), Cavan McCarthy (Bass) und Zachary Robinson (Drums) eingespielt und auf dem Majorlabel RCA (Sony Music) auf den Markt gebracht.

Nachdem sich Swim Deep durch ihre Singleveröffentlichungen und diverse Live-Auftritte bereits einen Namen auf der britischen Insel gemacht haben, riskiert die Band zur Veröffentlichung von „Where The Heaven Are We“ gleich mal eine dicke Lippe und kündigt ihren Sound als unvergleichbar an, der zudem einen massiven Einfluss auf die aktuelle Popmusik nehmen wird. Aber solche Sprüche kennt man ja aus Großbritannien nicht erst seit dem BritPop-Boom in den 90er Jahren. Deshalb sei’s drum. Denn wir wissen ja: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

Andererseits: Die Musik des Quartetts passt so gar nicht zu markigen Sprüchen und Rockstargehabe à la Oasis und Konsorten. Denn dazu ist das, was Swim Deep auf ihrem Debüt veranstalten, viel zu niedlich („The sea“) und versponnen („Intro“). Man mag dies als Dream-Pop bezeichnen („King city“, „Francisco“) oder einfach nur als eine seichte Madchester-Rave-Variante („Red lips I know“) mit zuckersüßen Melodien („Make my sun shine“) und zu viel Füllmaterial im Schlepptau („Colour your ways“).

Etwas Bemerkenswertes bleibt deshalb am Ende des Tages auf „Where The Heaven Are We“ kaum übrig. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass mit „She changes the weather“, „Honey“ und „King city“ (hervorragend!) zumindest einige gute bis sehr gute Songs zu Buche stehen, die das vorliegende Album und Swim Deep erwähnenswert machen.

Anspieltipps:

  • Intro
  • Francisco
  • King city
  • She changes the weather

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