Manic Street Preachers - Rewind The Film - Cover
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Manic Street Preachers Rewind The Film


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der angeblich erste Teil eines künstlich getrennten Doppelalbums.

Bands, die frisch aus dem Aufnahmestudio kommen, verkünden in ihrer Euphorie, ein neues Werk fertiggestellt zu haben, gerne mal, dass sie so viele super-tolle Songs aufgenommen haben, um schon bald den nächsten Longplayer veröffentlichen zu können. Die Fans freut es, die Plattenfirma bekommt Bauchschmerzen und nicht selten bleibt es am Ende lediglich bei der mutigen Ankündigung und das nächste Werk erscheint dann doch erst zwei oder drei Jahre später.

Die Manic Street Preachers schließen sich dem kleinen Spaß dennoch an. Denn mit ihrem elften Studioalbum „Rewind The Film“ wagen James Dean Bradfield, Nicky Wire und Sean Moore Gerüchten zufolge den Versuch, die einmal mehr in rauen Mengen bei den Sessions entstandenen Songs in zwei Stimmungslager, auf zwei getrennt voneinander erscheinenden Alben auf den Markt zu bringen. Wunschtermin für Teil zwei: 2014. Wir werden das beobachten. Doch zuerst muss sich das im Band-eigenen Faster Studio in Cardiff, in den Rockfield Studios in Monmouthshire sowie erstmalig für die Band in den Berliner Hansa Studios aufgenommene „Rewind The Film“ beweisen.

In der Theorie besteht die künstliche Trennung der neuen Songs darin, überwiegend ruhiges und melancholisches Material auf „Rewind The Film“ unterzubringen und rauere Rocksongs auf der nächstem Langrille zu bündeln. Tatsächlich wird dem Hörer aber so eine radikale Aufteilung erspart, sodass niemand ein Balladenalbum oder ein Selbstmordgedanken auslösendes Düsterwerk erwarten muss. Vielmehr greifen die drei Waliser auch heuer zu opulenter Orchesterunterstützung („Rewind the film“) und auffallend oft zu markanten Bläserparts („Show me the wonder“, „Builder of routines“, „4 lonely roads“).

Dazu muss nur der tatsächlich sehr bedächtige Opener „This sullen welsh heart“ im Duett mit Lucy Rose (neben Kate Le Bon und Richard Hawley einer von drei Gaststars auf dem Album) überstanden werden und dann offenbart sich ein abwechslungsreiches Werk in typischer MSP-Manier, mit wundervollen Melodien („Anthem for a lost cause“, „As holy as the soil that buries your skin”), beachtlichen Texten und keinerlei Ausfällen. Das muss den Walisern erst mal jemand nachmachen!

Anspieltipps:

  • 4 lonely roads
  • Show me the wonder
  • Anthem for a lost cause
  • This sullen welsh heart
  • As holy as the soil (that buries your skin)

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