Matthew Good - Arrows Of Desire - Cover
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Matthew Good Arrows Of Desire


  • Label: Frostbyte Media
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht so sensationell wie vor zehn Jahren, aber immer noch solide bis gut.

In seiner Heimat ist Matthew Good (42) seit Mitte der 90er Jahre ein Star, als er mit seiner Matthew Good Band als Alternative Rocker an den Start ging. Bis 2002 brachte die Gruppe ein halbes Dutzend Alben auf den Markt, ehe sich die Musiker trennten und Matthew Good eine Solokarriere einschlug. Auch hier kommt der umtriebige Kanadier inzwischen auf ein halbes Dutzend Studioalben, denn ab Ende September steht mit „Arrows Of Desire“ steht sein neuestes Werk in den Verkaufsregalen.

In Europa fristet Matthew Good immer noch das Dasein eines Geheimtipps, weshalb dem aktuellen Album eine Bonus-CD beigelegt wurde, die einen kleinen Einblick in das bisherige Schaffen des 42-Jährigen vermitteln soll. Dazu erschien erst vor einem halben Jahr die Compilation „Old Fighters“, mit der sein neues Label Frostbyte Media ebenfalls den Zweck verfolgt, den Rock-Songwriter in Europa bekannter zu machen.

Warum es bisher nicht zum Durchbruch für Matthew Good in der alten Welt gereicht hat, gehört zu den vielen Rätseln in der Welt der Pop- und Rockmusik. Schließlich beherrscht der Kanadier in Sachen Songwriting die komplette Palette von sattem Stadion-Rock, über hymnische Popmusik bis hin zur Singer/Songwriter-Sparte. „Arrows Of Desire“ bietet davon zehn Songs, die den unverkennbaren Trademark-Klang des Meisters tragen. Und dieser ist mit seinen gemäßigten Rockklängen und den hymnischen Refrains inzwischen auf demselben Breitengrad wie die Herren von Bon Jovi angekommen.

Ob das nun eine gute Entwicklung ist oder eher einen Rückschritt darstellt, muss jeder für sich beurteilen. Fakt ist, dass Matthew Good mit zupackenden Tracks wie „Via Dolorosa“ und „So close“, die sich vergleichsweise im selben Fahrwasser wie Midnight Oil („Had it coming“) und Bruce Springsteen („We’re long gone”) bewegen, erneut ein gutes Händchen für Mainstream-Rock an den Tag legt, der immer auch ein Plätzchen für Mega-Balladen wie „Mutineering“ und „Guns of Carolina“ frei hat. Fazit: Nicht so sensationell wie vor zehn Jahren, aber immer noch solide bis gut.

Anspieltipps:

  • Mutineering
  • Via Dolorosa
  • We’re long gone
  • Guns of Carolina
  • Letters in wartime

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