Queen - The Freddie Mercury Tribute Concert - Cover
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Queen The Freddie Mercury Tribute Concert


  • Label: Edel Germany
  • Laufzeit: 270 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein paar Stunden die Probleme des Lebens vergessen und ausgelassen feiern.

Der Tod Freddie Mercurys am 24. November 1991 hinterließ eine riesige menschliche Lücke und bedeutete auch das kreative Ende der Band Queen, was die verbliebenen Musiker Dr. Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Schlagzeug) lange nicht einsehen wollten. Lediglich Bassist John Deacon begriff schnell, dass ohne Freddie Mercury besser geschwiegen werden sollte und zog sich ins Privatleben zurück. Doch an diesem Ostermontag, dem 20. April 1992 standen die drei Queen-Mitglieder und jede Menge Freunde und Kollegen noch einmal gemeinsam auf der Bühne, um Freddie zu gedenken, gemeinsam Abschied zu nehmen und Geld für den Mercury Phoenix Trust zu sammeln, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Immunschwächekrankheit Aids zu bekämpfen, an dessen Folgen Freddie Mercury gestorben war.

Im mit mehr als 72.000 Besuchern restlos ausverkauften Londoner Wembley Stadion versammelte sich zum „The Freddie Mercury Tribute Concert For Aids Awareness” das Who is Who der internationalen Musikszene. Neben Roger Taylor, Brian May und John Deacon standen an diesem Tag Weltstars wie David Bowie, Metallica, Elton John, Roger Daltrey (The Who), Def Leppard, Extreme, Bob Geldof, Guns ´N Roses, Tony Iommi (Black Sabbath), Annie Lennox, George Michael, Liza Minnelli, Robert Plant (Led Zeppelin), Seal, Lisa Stansfield, Paul Young oder auch Zucchero auf der Bühne und begeisterten neben den Besuchern im Stadion, Fans und Zuschauer an den TV-Bildschirmen auf der ganzen Welt.

Nach der Veröffentlichung als VHS-Tape (11/1992) sowie als „10th Anniversary Edition“ auf zwei DVDs (07/2002), wobei beide Veröffentlichungen unvollständig sind, steht nun die dritte Rutsche des „The Freddie Mercury Tribute Concert“ auf dem Plan. Als Dreifach-DVD bzw. Standard-Definition-Blu-ray erlebt das Konzert-Großereignis in einer auf jetzt 270 Minuten Spielzeit umfangreich erweiterten Edition, die allerdings weiterhin unvollständig bleibt, weil zum Beispiel Robert Plant nach wie vor die Freigabe einiger Passagen verweigert, da er mit seiner damaligen Gesangsdarbietung in Stücken wie „Innuendo“ unzufrieden ist, nun ein technisch aufgebretzeltes Revival.

Für die erneute Wiederveröffentlichung wurde die Soundqualität auf DTS-HD Master aufpoliert, sodass der Mitschnitt nun um ein Vielfaches besser als die Ursprungsversion klingt. Da Konzerte zur damaligen Zeit noch nicht in HD festgehalten worden sind, wurde auch das Bildmaterial bestmöglich restauriert und weist nun ebenfalls eine deutlich bessere Qualität auf. Das Konzert selber teilt sich in zwei Partitionen auf: Als Opening Acts spielten Künstler wie Def Leppard, Guns ´N Roses und Metallica zumeist ihre eigenen Songs, während im Hauptteil die größten Queen-Hits im Verbund mit den reichlich angetretenen Gaststars dargeboten wurden. Daraus resultierte ein fesselndes Konzertereignis, das es mit den großen Benefiz-Festivals der 80er Jahre wie „Live Aid“, „Ferry Aid“ oder auch „Farm Aid“ locker aufnehmen konnte.

Nicht nur für Queen-Fanatiker gab es an diesem Tag jede Menge Gänsehautsituationen, sprich, Momente, in denen man dem verstorbenen Freddie Mercury mit einer Träne im Auge nachtrauerte oder sich aufgemuntert fühlte, dass es Freddie genauso gewollt hätte, wie es seine Freunde und Kollegen zum Gedenken an ihn arrangiert hatten. Nämlich eine ausschweifende Party, die dafür sorgt, dass alle Besucher und Protagonisten für ein paar Stunden des Lebens ihre Probleme vergessen und ausgelassen feiern können und vielleicht zum letzten Mal die grandiosen Queen-Songs live auf der Bühne hören dürfen.

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass es am Ende etwas anders kam...

Anspieltipps:

  • Heroes
  • Paradise city
  • Enter sandman
  • Hammer to fall
  • We will rock you
  • Bohemian rhapsody
  • Tie your mother down
  • Who wants to live forever

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