Saroos - Return - Cover
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Saroos Return


  • Label: Alien Transistor
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der rote Faden ist nur zu erahnen, doch warum finden, wenn die Suche schon so fasziniert?

Das Berlin-Münchener Trio Saroos debütierte 2006 mit einem selbstbetitelten Album auf dem The Notwist-Label Alien Transistor und legt nun den fünften Release über diese Kreativschmiede vor. „Return“ schwankt zwischen TripHop, exotischen Elementen und Krautrock. Ein Longplayer, der Jam-Charakter hat und dadurch auch sehr belebt tönt.

„Tsalal Nights“ ist zum Beispiel eine verstörend schöne, rhythmus-betonte Abfahrt, in der die Instrumente verschwimmen. Prägnant sind vor allem der Bass und die überragenden Percussions, doch unter der Haube steckt neben Samples von vermeintlichen Stammesritualen noch viel mehr. Es köchelt im Hause von Saroos und diese orientalisch schwüle Atmosphäre ist nahezu greifbar, so rauschartig vermitteln die drei hier ihre Spielfreude. „Seadance“ erdet die Sache dann wieder ein wenig, indem es Lounge und TripHop beruhigend unterbringt. Romantisch tröpfelnd macht „Spiaggia Di Pluto“ gleichermaßen betont durch Saiteninstrumente sowie Synthesizer im atmosphärischen Dickicht weiter, nimmt sich die fernöstliche Leichtigkeit als Vorbild und suhlt sich genussvoll zwischen den Genre-Stühlen.

Festlegen auf Konventionen werden sich Saroos auch mit „Return“ nicht. Es ist dem TripHop nahe, jedoch vor allem freigeistig in der eigenen Musikwelt zu Hause. Es finden sich Wave Pop-Elemente („Sequola“) und jede Menge zu entdeckende Feinheiten, die in dieser manchmal Fragezeichen aufwerfenden Ziellosigkeit nicht immer leicht zu finden sind. Doch „einfach“ können ja schon die anderen.

Anspieltipps:

  • Tsalal Nights
  • Spiaggia Di Pluto
  • Morning Way
  • Kraken Mare

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