Metallica - Soundtrack: Through The Never - Cover
Große Ansicht

Metallica Soundtrack: Through The Never


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 99 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Lound and proud. The way we like it, baby!

Nachdem Metallica und Lou Reed mit ihrem gemeinsamen „Lulu“-Projekt (10/2011) eine fürchterlich Bauchlandung hingelegt und von nahezu allen Fans angefeindet und von weiten Teilen der Presse zerrissen wurden, besinnen sich die Bay-Area-Thrasher zwar noch immer nicht auf ihre Wurzeln (das neue Studioalbum lässt mindestens bis Mitte/Ende 2014 auf sich warten), doch mit dem selbstproduzierten Spiel- und Konzertfilm „Metallica – Through The Never 3D“ legen Lars Ulrich, James Hetfield, Kirk Hammett und Robert Trujillo den Nachfolger ihre 2004er Albtraum-Doku „Some Kind Of Monster“ vor und bewegen sich damit zumindest auf einem Terrain, das ihnen leichtfallen sollte.

Denn der zentrale Punkt des unter der Regie von Nimród Antal („Predators“, „Motel“, „Armored“) entstandenen Films ist ein extra dafür inszeniertes Metallica-Konzert, das mit Spielfilmszenen gemischt wurde, in denen der Metallica-Fan Trip, gespielt von Dane DeHaan, nach einem mysteriösen Auftrag um sein Leben kämpft. Der dazugehörige Soundtrack stellt ein Doppel-Live-Album dar, das im vergangenen Jahr im kanadischen Edmonton und Vancouver mitgeschnitten wurde und 16 der größten und bekanntesten Metallica-Hits vereint.

Das letzte Studioalbum Metallicas („Death Magnetic“) hat inzwischen fünf Jahre auf dem Buckel. Seitdem füttert das Quartett seine Fans mit einem Live-Longplayer bzw. einer Live-DVD nach der anderen („Français Pour Une Nuit“, „Six Feet Down Under“, „Quebec Magnetic“). Irgendwann langweilt dies selbst den größten Fan, da es kaum etwas Neues zu entdecken gibt. Die Greatest-Hits-Setlist des vorliegenden Soundtracks ist diesbezüglich natürlich besonders anfällig.

Mit dem musikalischen Querschnitt aus 30 Jahren Bandgeschichte werden routiniert die wichtigsten Phasen abgedeckt. Aber eben diese kennt der Hörer inzwischen zur Genüge, sodass die Veröffentlichungsflut mit immer weiterem Live-Material langsam mal ein Ende finden sollte, damit Metallica-Alben nicht mehr nur aus Gewohnheit, sondern mit Begeisterung gekauft werden.

Anspieltipps:

  • Orion
  • Battery
  • Enter sandman
  • Master of puppets
  • Ride the lightning
  • Nothing else matters

Neue Kritiken im Genre „Heavy Metal“
4/10

Thunderbolt
  • 2018    
6.5/10

The Book Of Souls: Live Chapter
  • 2017    
Diskutiere über „Metallica“
comments powered by Disqus