Julia A. Noack - The Feast - Cover
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Julia A. Noack The Feast


  • Label: Timezone Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Komplexe Indie-Pop-Arrangements und Herbstzeitstimmung.

Am Anfang ihrer Karriere waren es nur Julia A. Noacks Stimme, englische Texte und ihre Gitarre, die im Mittelpunkt standen und angenehme Folk-Popsongs zu Tage förderten. Dann kamen rockige Elemente dazu und beim mittlerweile dritten Album der 38-jährigen Wahl-Berlinerin tauchen die Songs direkt in komplexe Indie-Pop/Rock-Gefilde ein. Diese nahm die Sängerin und Songwriterin zusammen mit Alexander Nefzer, seines Zeichens verantwortlicher musikalischer Leiter am Wiener Burgtheater und Produzent von Indie-Bands wie Kommando Elefant oder Clara Luzia in der österreichischen Hauptstadt auf.

Die Arrangements klingen professionell und abwechslungsreich. Angefangen bei den Blasinstrumenten in „The Feast“, über das sommerlich-entspannte „Summer Something“ bis zum rockigen „Want/Be“ gibt es kaum Kritikpunkte. Nur stimmlich stößt die Sängerin zeitweise an ihre Grenzen. Bei „We're Crazy“ singt sie zu schnell und zu hoch und bei weiteren Stücken fällt auf, dass ihr Organ wenig ausdrucksstark und von einem deutschem Akzent durchzogen ist. Lediglich im rockigen „Want/Be“ sowie im chilligen „Summer Something“ punktet Frau Noack mit ihrer Stimme, die sich der Atmosphäre der Songs fein anpasst.

Das reduziert arrangierte „Name Of This“, ebenfalls mit Bläsereinsatz, sowie „Silver Whisper“ drosseln die Geschwindigkeit ziemlich stark. Überhaupt sind die Folk-Popsongs eher in ruhigen musikalischen Fahrwassern angesiedelt und klingen auch dann immer unverkennbar nach Julia A. Noack, wenn hier und da elektronische Elemente eingebaut werden. Doch bei aller Kritik bietet dieses Werk einige überdurchschnittliche Songs, die eine Weiterentwicklung erkennen lassen. Fazit: Solide Kost, die besonders für den nahenden Herbst und die dazugehörige Stimmung bestens geeignet ist.

Anspieltipps:

  • Want/Be
  • Summer Something
  • Everything Is Sexuality
  • Summer Something

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