Panic! At The Disco - Too Weird To Live, Too Rare To Die! - Cover
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Panic! At The Disco Too Weird To Live, Too Rare To Die!


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Panic! At The Disco ehren Las Vegas mit Synthesizer-Rock inklusive Ohrwurmmelodien.

Im Jahr 2009 kam es zum großen Besetzungswechsel bei der Band Panic! At The Disco. Seitdem versuchen sich Brendon Urie (Gesang, Gitarre, Keyboard), Spencer Smith (Drums, Percussion), Ian Crawford (Gitarre) und Dallon Weekes (Bass) musikalisch auf jedem neuen Album chamäleonartig zu verändern: Während auf dem 2008er Werk „Pretty Odd“ noch The Beatles durchklangen, mischte die Band auf dem Nachfolger „Vices & Virtues“ (2011) Alternative Rock, synthetische Klänge, Pop-Punk und theatralische, tanzbare Songs miteinander.

Auf dem vierten Studioalbum „Too Weird To Live, Too Rare To Die!“ ist nun eine Vertiefung der elektronischen Elemente zu vernehmen. Panic! At The Disco zelebrieren darauf Synthesizer-Rock mit Keyboards aus den 80er-Jahren, deren exakte Bedienung und Feinheiten ihnen Produzent Butch Walker (P!nk, Pete Yorn, Fall Out Boy) nahebrachte. Die Band entlockt den Keyboards altmodische Klänge, die aber überraschend frisch klingen. Auch Stimmverfremdung gehört zum Programm und Sänger Brendon Urie bringt wiederum seine sehr persönlich gefärbten Texte ein, in denen es meist um Beziehungen mit all ihren Schwierigkeiten geht.

Panic! At The Disco widmen dieses Album der schillernden Stadt Las Vegas und ihrer spielerisch-leichten, aber auch von Kommerz geprägten Lebensart. Deshalb dominieren tanzbare Tracks wie das treibende „Vegas Nights“, das hymnische „Nicotine“ oder das rockig-groovende „Miss Jackson“. Melancholische Songs wie „Far Too Young To Die“ oder die tiefsinnige Piano-Ballade „The End Of All Things“ lassen keinen Zweifel daran offen, dass Panic! At The Disco kompositorisch und musikalisch gereift und gewachsen sind. Der Longplayer überzeugt mit „Synthesizer trifft Gitarren“-Rock, poppigen Songs und eingängigen Strukturen mit hohem Ohrwurmanteil. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail nicht einfach nur Tanzbares produziert, sondern gut gemachter Electro-Pop/Rock, der eine eigene Handschrift trägt.

Anspieltipps:

  • This Is Gospel
  • Vegas Nights
  • Nicotine
  • Miss Jackson
  • Girls/Girls/Boys

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