Newton Faulkner - Studio Zoo - Cover
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Newton Faulkner Studio Zoo


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Virtuosität versus Langeweile. Newton Faulkner verzettelt sich mit Songs, die den Hörer einfach nicht berühren.

Nur wenig länger als ein Jahr nach seinem letzten Studioalbum „Write It On Your Skin“ (07/2012), ist Newton Faulkner (28), der britische Sänger und Songschreiber mit den markanten Dreadlocks, bereits mit dem nächsten, seinem mittlerweile vierten Werk am Start. Und jeder, der wollte, konnte den Entstehungsprozess über Studio-Webcams live im Internet mitverfolgen. Newton Faulkner: „The album will be made before your very eyes, no tricks, no producer and no engineer, just me, a guitar and a few surprise guests.”

Schöne, neue Welt oder kühler Marketingplan? Da sind die Meinungen durchaus zweigeteilt. Entweder bietet man als Künstler den ultimativen Fan-Service und bindet sein Publikum von Beginn an emotional viel stärker an sein neues Produkt – oder der Schuss geht nach hinten los und die geneigte Zielgruppe hat nach wochenlangem Voyeur-Spiel keinen Bedarf mehr an einem käuflichen Erwerb einer CD, dessen Inhalt sie inzwischen in- und auswendig kennt.

Die bis dato schlechteste Platzierung eines Newton-Faulkner-Albums in den Longplay-Charts des britischen Königsreiches (Platz 10) mit anschließendem rasanten Sinkflug, lässt letzteres vermuten. Dabei macht der 28-Jährige auch auf dieser Platte im Prinzip nichts anderes, als auf den vorherigen. Sprich: Der Engländer serviert seinen Hörern akustischen Folk-Pop, dem hier und da ein paar Streicher hinzugefügt wurden und den er auf seinen zahllosen Akustikgitarren mit virtuoser Fingerfertigkeit darbietet. So weit, so bekannt.

Doch auf „Studio Zoo“ gelingen Newton Faulkner tatsächlich nur wenige Melodien, die wirklich ins Ohr gehen („Losing ground“, „Waiting on you“, „Indecisive“, „Innocent“) – allerdings ohne eine Langzeitwirkung zu entfalten. In der überwiegenden Anzahl strotzen die Stücke vor Harmlosigkeit und entwickeln aus ihrer introvertierten Machart lediglich Monotonie und Langeweile, sodass am Ende Verständnis dafür vorhanden ist, dass dieses Album in den englischen Charts die Funktion einer Blei-Ente eingenommen hat.

Anspieltipps:

  • Innocent
  • Indecisive
  • Orange skies
  • Losing ground
  • Waiting on you

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