Mike Oldfield - Five Miles Out (Deluxe Edition) - Cover
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Mike Oldfield Five Miles Out (Deluxe Edition)


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 175 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Five Miles Out“ ist maximal ein durchschnittliches Werk. Auch in der Deluxe-Ausgabe.

Auch wenn Mike Oldfield, der im Mai dieses Jahres 60 Jahre alt geworden ist, künstlerisch fast ausschließlich auf sein Debütalbum und großes Meistwerk „Tubular Bells“ (05/1973) reduziert wird, das in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, steht der Brite freilich für jede Menge Hits und mindestens zwei Dutzend Album-Veröffentlichungen. „Five Miles Out” zum Beispiel erschien ursprünglich im März des Jahres 1982. Es enthält lediglich fünf Songs, wobei das reine Instrumentalstück „Taurus II“ auf eine Spielzeit von 25 Minuten kommt und im damaligen Vinyl-Zeitalter eine komplette Plattenseite für sich alleine in Anspruch nahm.

Auf drei der vier weiteren Songs hört man die schottische Sängerin Maggie Reilly (56), die auf dem Album „QE“ (10/1980) erstmals zum Studio-Line-up Oldfields gehörte und mit ihrer auffälligen Stimme den Oldfield-Sound der 80er Jahre entscheidend prägen sollte. Sie ist in dieser Dekade auch auf den Nachfolgern „Crises“ (05/1983), „Discovery“ (06/1984) und „Earth Moving“ (07/1989) zu hören und sang auf „Five Miles Out“ auch das als Single ausgekoppelte „Family man“.

Seit 2009 erscheint der Backkatalog Mike Oldfields über Mercury Records in neuen, digital überarbeiteten Versionen, zu denen nun auch „Five Miles Out“ und das parallel veröffentlichte „Crises“ zählen. Die Alben sind sowohl als normale Ausgaben, wie auch als Deluxe und Super Deluxe Editionen erhältlich. „Five Miles Out“ stellt mit „Taurus II“ das Mittelstück einer Song-Trilogie dar, die auf „QE2“ begann und auf „Crises“ ihr Ende findet, wobei die Titel bis auf ihren Namen prinzipiell keine Gemeinsamkeiten haben.

„Taurus II“ ist das zentrale Stück auf „Five Miles Out“. Es ist mit den signifikanten Gitarren-, Bläser- und Keyboardriffs ausgestattet, durch die jeder Mike-Oldfield-Song auf Anhieb als solcher identifiziert werden kann. Gegen diesen Brocken kommen die übrigen Lieder des Albums aus künstlerischer Sicht leider nicht an. „Family man“, aber auch der Titeltrack sind beispielsweise sehr blasse Lieder, die trotz des passablen 13-Minuten-Stücks „Orabidoo“ nicht verhehlen können, dass „Five Miles Out“ maximal ein durchschnittliches Werk ist, das in der vorliegenden Deluxe Ausgabe zwei Bonus Tracks, eine Live-CD, die am 6. Dezember 1982 in Köln aufgenommen wurde, sowie eine DVD mit einem brandneuen 5.1 Surround Mix des kompletten Albums direkt aus der Hexenküche des Meisters spendiert bekam.

Anspieltipps:

  • Orabidoo
  • Taurus II
  • Tubular bells part one (Live)

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