Mike Oldfield - Crises (Deluxe Edition) - Cover
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Mike Oldfield Crises (Deluxe Edition)


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 137 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das mindestens so sehr mit den Achtzigern verbunden ist wie „Die Supernasen“ und der Golf 2.

Seit dem Jahr 2009 erscheint der Backkatalog von Mike Oldfield über Mercury Records sukzessive in neuen, digital überarbeiteten Versionen, zu denen nun auch „Five Miles Out“ aus dem Jahr 1982 und das zeitgleich wiederveröffentlichte „Crises“ (05/1983) zählen. Die Alben sind sowohl als „normale“ Ausgaben, als auch als Deluxe und Super Deluxe Editionen erhältlich. Also eben so, wie es die Geldbörse des einzelnen Fans zulässt.

Auch wenn Mike Oldfield (60) künstlerisch fast ausschließlich auf sein Debütalbum und großes Meistwerk „Tubular Bells“ (05/1973) reduziert wird, das in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, steht der Brite freilich für jede Menge Hits und mindestens zwei Dutzend Album-Veröffentlichungen. So bietet „Crises” nicht nur die Fortsetzung der „Taurus“-Song-Trilogie, sondern mit „Moonlight shadow“ und „Shadow on the wall“ auch die beiden größten Singlehits in der Karriere Mike Oldfields.

Gesungen wurde der Titel wiederum von der schottischen Sängerin Maggie Reilly (56), die bereits die vorherigen Werke mit ihrer Stimme unterstütze. Diesmal sind aber mit Jon Anderson von Yes und Roger Chapman noch zwei weitere Vokalisten an Bord. Konzeptionell ist „Crises“ ähnlich aufgebaut wie „Five Miles Out“: Mit dem Titelsong gibt es einen monumentalen Long-Track (hier knapp 21 Minuten) sowie fünf Kurzläufer im 3½-Minuten-Format. Diese wurden im Vergleich zum „Five Miles Out“-Re-Release mit deutlich mehr Bonus Tracks aufgestockt. Sieben sind es hier. Dafür liegt diesmal kein aktueller 5.1 Surround Mix auf DVD vor. Aber ein Live-Album ist wieder zugegen! Der Gig am 22. Juli 1983 in der Wembley Arena ist der Deluxe Edition als Begleiter hinzugefügt.

Auf „Crises“ entglitt Mike Oldfield die Schere zwischen progressiver Popmusik und kommerziellen Liedern für das Radio so weit wie noch nie. Während das perkussiv treibende Titelstück wieder ein verspieltes Sammelsurium verschiedenster Instrumente darstellt, sind die bekannten Singles Ohrwürmer für die Ewigkeit und die restlichen Songs mehr („Toreign affair“) oder weniger („In high places“) unwichtiges Beiwerk eines Albums, das mindestens so sehr mit den Achtzigern verbunden ist wie „Die Supernasen“ und der VW Golf 2.

Anspieltipps:

  • Crises
  • Taurus 3
  • In high places
  • Moonlight shadow
  • Shadow on the wall

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