David Pfeffer - Waking Life And Fading Pictures - Cover
Große Ansicht

David Pfeffer Waking Life And Fading Pictures


  • Label: Smarten-Up/Rough Trade
  • Laufzeit: 52 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der zweite Anlauf des „X Factor“-Gewinners 2011.

David Pfeffer? Ja, da war mal was. Aber was nur? Oh Gott, ja! Der Gute hat vor knapp zwei Jahren die zweite Staffel der TV-Casting-Show „X Factor“ gewonnen und im Anschluss daran mit „I Mind“ (12/2011) ein respektables Debütalbum vorgelegt, das in den deutschen Longplay-Charts bis auf Platz 20 kam. Die Singleauskopplung „I’m here“ schaffte es sogar in die Top 10 der Single-Charts. Nur, was ist dann passiert? Schweigen im Walde, vorbei der kurze Hype, Major-Vertrag weg und aus den Köpfen der Menschen verschwunden.

Jetzt folgt der zweite Anlauf von David Pfeffer. Zusammen mit seiner Band – Martin Schucker (Gitarre), Jan Link (Keyboards), Eva Marxen (Bass) sowie Michael Schmidt (Drums) – und befreundeten Musikern schrieb der 31-Jährige an neuen Songs, die er zusammen mit den Produzenten Dave Anderson (Sportfreunde Stiller, Juli, Christina Stürmer) und Achim Lindermeir (Die Happy, Itchy Poopzkid, Auletta) im Hamburger Home Studio von Franz Plasa (Nena, Selig, Udo Lindenberg) aufgenommen hat. Dabei ist ein auffallend handgemacht klingendes (Folk-)Pop-Werk herausgekommen, das in der heutigen Pop-Landschaft tatsächlich eine Chance haben könnte.

Dazu müsste natürlich einer der 13 Songs als Single funktionieren. Denn ohne dieses Zaubermittel für Funk und Fernsehen, verkaufen sich selbst die Alben der Megastars nicht so wie erhofft. Zur Auswahl stehen ein paar durchaus brauchbare Tracks parat, zu denen auch der fröhliche Singalong „Polaroid“ zählt, der als erstes ausgekoppelt wurde. Aber auch Songs wie „Where will we go“ und „Higher ground“ erfüllen die Voraussetzungen für eingängiges Radiofutter, mit dem es sich wieder in das Gedächtnis der Hörer zurückkehren lässt.

In der Regel reicht das heutzutage schon aus, denn in Zeiten, in denen immer weniger Alben verkauft und dafür umso mehr einzelne Songs per Download erworben werden, ist es nicht so tragisch, wenn fünf, sechs Lieder nicht über das Mittelmaß hinauskommen und ein Album deshalb nur bis zu einem gewissen Grad Spaß bereitet. So verhält es sich jedenfalls mit „Waking Life And Fading Pictures“, das Potenzial besitzt, aber dieses nicht durchgehend nutzen kann.

Anspieltipps:

  • One day
  • The same
  • Let me sleep
  • Higher ground
  • Where will we go
Neue Kritiken im Genre „Pop“
6/10

Sensation
  • 2018    
Diskutiere über „David Pfeffer“
comments powered by Disqus