Kimaera - The Harbinger Of Doom - Cover
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Kimaera The Harbinger Of Doom


  • Label: Eternal Sound Records
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Solide Metal-Kost, die über den Tellerrand schaut, ohne penetrant mit Innovationen um sich zu werfen.

Die libanesische (!) Metal-Band Kimaera schickt sich im 13. Jahr ihres Bestehens an, mit „The Harbinger Of Doom“ ihren dritten Longplayer unters Hartwurst-Völkchen zu bringen. Darauf vereinen die aktuell sechs Musiker aus Beirut orientalische Klänge mit Death Metal und Doom-Passagen, wodurch sich Kimaera schon mal einen kleinen Exoten-Bonus ans Revers heften können. Aber auch ihre bisherige Geschichte ist eher exotisch. Denn die vorherigen Alben „Ebony Veiled“ (2006) und „Solitary Impact“ (2010) erschienen auf dem russischen (!) Label Stygian Crypt Productions, das hierzulande kaum jemandem ein Begriff sein dürfte.

Nun ist die Band beim deutschen Indie Eternal Sound Records unter Vertrag und liefert den in Eigenregie produzierten Langdreher „The Harbinger Of Doom“ ab. Dieser hat seine musikalische Basis im melodischen Death Metal, zu dem die tiefen Growls von Jean-Pierre „JP“ Haddad ebenso gehören, wie die immer wieder eingestreuten Violinen- und Clean-Vocal-Parts von Milia Fares. Aus diesem Gegensatz beziehen die Songs der Libanesen ihren fremdenartigen Reiz, der aber nicht überstrapaziert wird.

So ist die symphonischen Unterstützung aus der Konserve („The harbinger of doom“) genauso wenig ein innovatives Stilmittel, wie Akustik-Intros („A casual stray“) oder High-Speed-Doublebass-Geballer („Claim the dark“). Alles ganz normal, würde der Heavy-Metal-Joseph sagen. So wie das bei Metallica entliehene Riffing in „Blood of saints“ oder das abschließende Anathema-Cover „Lost control“, mit dem Kimaera kurzzeitig etwas aus dem Rahmen fallen, aber dafür ein Stückchen neben ihrem angestammten Teich fischen können. Am Ende ergibt dies solide Metal-Kost, die über den Tellerrand schaut, ohne penetrant mit Innovationen um sich zu werfen.

Anspieltipps:

  • Lost control
  • Blood of saints
  • Claim the dark
  • Praising my pain

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