Ski´s Country Trash - Roadstop In Hell - Cover
Große Ansicht

Ski´s Country Trash Roadstop In Hell


  • Label: Cow-Core-Cowboys Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Trucker-Rock mit Trash und Herz? Ja, warum eigentlich nicht?!

Da helfen auch keine Zombies auf dem Cover und die angedrohte Rast in der Hölle. Der deutsche Entertainer Ski frönt seiner Liebe zu Country und Rock und macht Stimmungskanone Dick Brave Konkurrenz, ohne dabei zu covern. Wer hier gnadenlosen Hardrock erwartet, der wird allerdings auch gnadenlos enttäuscht. Satte Rocknummern mit viel Energie sind zwar zu Hauf vertreten, doch in erster Linie soll Skis Musik unterhalten. Und - SPOILER ALERT - das tut sie durchgehend.

Beim bloßen Blick aufs Cover ist wohl kaum zu erwarten, dass der Titeltrack ein potenzieller Mitsing-Hit für Fahrten in Familienkutschen ist. Wer tatsächlich etwas pumpenden Rock in die Gehörgänge geblasen bekommen möchte, muss sich schon bei „Hell Yeah“ und dem Opener bedienen. Die weiteren Rocker „The Price“ und „Devil In A Three Piece Suit“ sind dabei so rar und verteilt gesät, dass die eingängigen Rocker nie Langeweile hervorrufen, sondern immer wieder das nötige Tempo ins Album bringen.

Während die Rocksongs in erster Linie ihren Job fehlerfrei erfüllen, sind die Stadionhymnen die konsequenten Perlen des Albums. Wer mit Country und Pop in Kombination nichts anfangen kann, sollte lieber gleich schreiend weglaufen. „69 Cowgirls“, „The Light“, „Father's Eyes“ und „Stainless Steel“ verbinden das Ohrwurmpotenzial von gelernten Entertainern wie Billy Ray Cyrus, der gegen jeden Willen „Achy Breaky Heart“ in Millionen von Ohren einpflanzte. Die „69 Cowgirls“ sind gefährlich nah an einem solchen Phänomen und selbst Country-Verächter werden es nach mehr als einem Hördurchgang ungewollt vor sich her summen.

Die Balladen, welche von „Stainless Steel“ und „Father's Eyes“ noch mit Hymnencharakter angeführt werden, setzen dabei wie der Closer auch schon mal gnadenlos auf Minimalismus und wecken in jedem Kenner die Atmosphäre einer Trucker-Kneipe. Auf der Bühne kann man sich dieses Programm gleich noch besser vorstellen und nur den Hut vor Ski´s wohldosiertem Kniefall vor der Country/Rock-Musik ziehen. Wenn auch nur ein gewisses Interesse daran besteht, von Musik unterhalten zu werden, dann muss man einfach nur über seinen Schatten springen und bekommt mit „Roadstop In Hell“ ein Album, welches auf der Entertainment-Ebene in der ersten Liga mitspielt.

Anspieltipps:

  • Hell Yeah
  • Roadstop In Hell
  • 69 Cowgirls

Neue Kritiken im Genre „Rock“
7/10

... And The Fallen Universe
  • 2018    
5.5/10

Lichtjahre
  • 2018    
Diskutiere über „Ski´s Country Trash“
comments powered by Disqus