Drake - Nothing Was The Same - Cover
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Drake Nothing Was The Same


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Keine Hits und nur ein einziger echter Gaststar. Das könnte schwer werden für Drakes drittes Album.

Von seinen bisherigen zwei Alben konnte Drake (26) allein in den USA jeweils rund zwei Millionen Einheiten absetzen. Damit zählt er zu den aktuellen Stars der HipHop/Rap-Branche, die sich in ihrer Heimat seit längerer Zeit nicht leicht tut, alte Hörerschichten zu halten und neue für sich zu gewinnen. Im Gegensatz zu der breiten US-Rap-Masse versteht es der Kanadier, seinen Sound so zu gestalten, dass auch Pop- und R&B-Hörer auf seine Musik steil gehen. Das zahlt sich zumindest in den USA kommerziell aus. In Europa hat es der Rapper dagegen in Ermangelung eines Singlehits weiterhin schwer.

Daran wird nach jetzigem Stand auch das zusammen mit (u.a.) Lil Wayne, Slim Tha Don und Baby Birdman produzierte „Nothing Was The Same“ nichts ändern. Denn einen prägnanten Track für die Charts kann das vorliegende Werk nicht bieten und stilistisch changiert Drake wie gewohnt zwischen Rap („Wu-Tang forever“) und Gesang („Own it“) sowie zwischen HipHop („Furthest thing“) und R&B („From time“). Prominente Feature-Gast-Unterstützung hat sich der 26-Jährige dazu lediglich mit Jay-Z („Pound cake / Paris Morton music 2“) ins Studio geholt. Die übrigen Kollaborationen mit Detail („305 to my city”), Jhene Aiko („From time”) und Majid Jordan („Hold on, we’re going home”) fallen dagegen mindestens zwei Nummern kleiner aus.

Auch wenn „Nothing Was The Same“ nicht gerade mit Eingängigkeit um sich wirft, finden sich dennoch ein paar bemerkenswerte Stücke im dem Gesamtpaket aus 13 (in der Deluxe Edition 16) Tracks. Da wären zum Beispiel die düster und kalt wirkenden Klanglandschaften im Stil von The Weeknd in „Connect“ und „Too much“ sowie die pulsierende Midtempo-Nummer „The language“ und das betont poppige „Hold on, we’re going home”. Aber auch das mit tiefen Bässen wie ein V8-Motor blubbernde „Tuscan leather“ und der Kurzauftritt von Jay-Z in „Pound cake / Paris Morton music 2“ sind ihr Geld wert.

Das reicht zumindest für ein solides, aber nicht begeisterndes Album, auf dem Drake das Niveau von „Take Care“ (11/2011) nicht halten kann, aber zum Glück auch nicht auf das seichte Terrain von „Thank Me Later“ (06/2010) zurückkehrt.

Anspieltipps:

  • Connect
  • Furthest thing
  • Started from the bottom
  • Hold on, we’re going home
  • Pound cake / Paris Morton music 2

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