Gavin DeGraw - Make A Move - Cover
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Gavin DeGraw Make A Move


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das nächste Opfer des gleichförmigen Ryan-Tedder-Sounds.

Mit mehr als einer Million allein in den USA verkauften Einheiten seiner bisherigen vier Studiowerke und einem Live-Album, sollte der 36-jährige Sänger und Songschreiber Gavin DeGraw eigentlich eine fixe Konstante im internationalen Songwriter-Pop-Genre sein. Doch bis auf ein paar Top-10-Platzierungen in kleineren europäischen Märkten, ist dem aus dem 3.000-Einwohner-Nest South Fallsburg in der Peripherie New Yorks stammenden Sänger außerhalb der USA noch nicht viel Zählbares gelungen. Dabei ist es noch nicht mal so, dass dem Amerikaner die Live-Präsenz oder die Hits fehlen würden, wie auch sein neuestes Werk „Make A Move“ zeigt.

Dass zusammen mit Songwritern und Produzenten wie Kevin Rudolf, Ryan Tedder, Martin Johnson, Butch Walker und Busbee & DreZa entstandene Album bündelt das Verständnis DeGraws für eingängige Popsongs („Finest hour“, „Best I ever had“) und letzten Überbleibseln aus der bei Herrn DeGraw in der Vergangenheit wesentlich stärker ausgeprägten Singer/Songwriter-Sparte („Who’s gonna save us“). Dabei setzt der 36-Jährige heuer stärker denn je auf hymnische Nummern wie „Everything will change“ oder auch „Heartbreak“, die in ihrer Machart an die berüchtigten Radiohits von Kollegen wie Train, Five For Fighting oder auch Maroon 5 erinnern.

Damit steigen zwar die Chancen, in den internationalen Hitparaden eine größere Rolle zu spielen, aber auch die Gefahr, austauschbarer und beliebiger zu klingen. Denn der feine Piano-Pop von Alben wie „Chariot“ (08/2005) wird auf „Make A Move“ zugunsten tanzbarer Tracks („Every little bit“) und einer insgesamt sehr wuchtigen „Wall of Sound“-Produktion in den Hintergrund gedrängt. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Songs auffallend schlecht wären, aber wenn der Hörer am Ende rätseln muss, welchem Opfer des gleichförmigen Ryan-Tedder-Sounds (OneRepublic, Maroon 5, Leona Lewis, The Wanted, Gym Class Heroes, One Direction) er nun gerade zugehört hat, wird es problematisch.

Anspieltipps:

  • Heartbreak
  • Make a move
  • Leading man
  • Who’s gonna save us
  • Everything will change

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