Willy Gantrim - Alone & Adrift - Cover
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Willy Gantrim Alone & Adrift


  • Label: Wind Some Lose/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Entspannter und um Folk, Ragtime sowie Honky Tonk erweiterter Blues.

Der in Wisconsin geborene Willy Gantrim wuchs in Texas auf und fand sich schließlich in Brooklyn, New York, wieder. Dass er dort zunächst Jobs als Hunde-Ausführer, Casino-Türsteher, Hausmeister und Bauarbeiter ausübte, passt zwar ins Klischee, ob er jedoch als Millionär enden wird, bleibt zu bezweifeln. Zur gleichen Zeit als er jenen Geld-Jobs nachging, lernte er das Gitarrenspiel und schrieb seine ersten Songs, die einiges mit dem Blues und seinen entsprechenden Lebenserfahrungen zu tun hatten. Geblieben sind die Themen, die sich in den Titeln widerspiegeln: „Trouble In Mind“, „Resignation“, „Tomorrow Is Only A Dream“ oder „Brand New Bottle Blues“ könnte auch die Tracklist einer alten Blues-Platte hergeben.

Dabei greift Willy Gantrim keineswegs nur auf alte Blues-Schemata zurück, vielmehr steht seine Tür weit offen für Folk, Country, Honky Tonk und polternde Rock’n’Ragtime-Rhythmen. Sein Spiel auf der Gitarre kommt mit versiertem Fingerpicking, satten Akkorden oder weitgründigen Slides daher. Hin und wieder erklingt ein Vibraphon, ein Piano oder eine Orgel, die mit entspannten Klangfarben malen. Ebenso relaxt singt Gantrim mit kratziger Stimme, als säße er im Schaukelstuhl, unter dem die Verandabretter gemütlich vor sich hin knarzen.

In der Summe ein stimmiges Debütalbum, das zwischen gute Laune und Blues pendelt, wobei es etwas zu wenig tiefgründig geraten ist, um in Gänze zu überzeugen. Auf jeden Fall ist Willy Gantrim talentiert genug, um noch einiges aus sich herauszuholen. Besonders „Tomorrow Is Only A Dream“ und das finale „The Rancor In Needlefulness“ lassen hierauf schließen.

Anspieltipps:

  • Keep On Up
  • Trouble In Mind
  • Tomorrow Is Only A Dream
  • The Rancor In Needfulness

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