Bombus - The Poet And The Parrot - Cover
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Bombus The Poet And The Parrot


  • Label: Century Media/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein kurzweiliges, rotziges Vergnügen für die ganze Heavy-Metal-Familie!

„Man muss kein Musikgelehrter sein, um die offensichtlichen Einflüsse der Band zu erkennen: Motörhead, The Melvins, Metallica, 5568Entombed, Poison Idea. Nach sechs bis acht Bieren und der Lautstärke am oberen Anschlag könnte man noch W.A.S.P. und Mastodon mit ins Spiel bringen“, erklärt der beiliegende Waschzettel zu „The Poet And The Parrot und ausnahmsweise muss man dem Promogeschreibsel anerkennend zustimmen. Bombus, das sind Fredrik Berglund (Gesang, Gitarre), Matthias Jacobsson (Gesang, Gitarre), Jonas Rydberg (Bass) und Peter Asp (Schlagzeug), wildern mit ihrem Debüt nämlich wirklich ohne mit der Wimper zu zucken im Territorium der eingangs erwähnten Bands und schaffen es dabei, nie wie eine simple Kopie oder eine ideenlose Tribute-Truppe zu klingen.

Schon das schnittige Einstiegsmodell „Enter the night“ knallt als räudiger Bastard aus den Stammbands von Lemmy Kilmister und Campino (Die Toten Hosen) durch die Prärie, während „Liars“ die melancholische Sludgenote von Crowbar in sich trägt, der Titeltrack bei Kingdom Of Sorrow die Hardcorewurzeln geborgt hat und „Into the fire“ das Heavy Metal-Gespann Down mit Gangshouts und zähflüssigen Riffs zum Leben erweckt. Die Melodien von „A safe passage“ und „Master the reality“ besorgen sich Bombus hingegen aus der näheren Umgebung ihrer Heimatstadt und vermischen auf diese Art den einzigartigen Göteborg-Sound mit zweistimmigem Gesang und knackigen Gangshouts.

Was auf dem Papier wie eine willkürliche Mixtur aus verschiedenen Stilrichtungen klingt, funktioniert aber in Wirklichkeit richtig gut und die vor Rotz triefende Abmischung sorgt für das atmosphärische Tüpfelchen auf dem I. Sicherlich gelingt Bombus mit ihrem Debüt kein Meisterwerk und gelegentlich verlieren sich die Herrschaften im tiefen Morast aus Lava-Riffs und Hardcore-Gekeife, während im Hintergrund „Phantom der Oper“ läuft („Let her die“), aber für ein kurzweiliges Vergnügen bei Lautstärke 11 ist „The Poet And The Parrot“ genau die richtige Platte.

Anspieltipps:

  • Liars
  • Into The Fire
  • The Poet And The Parrot

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