The Temperance Movement - The Temperance Movement - Cover
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The Temperance Movement The Temperance Movement


  • Label: Earache Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Denn sie wissen genau, was sie tun!

Zwei Namen kommen in den Kopf, wenn „Only Friend“ auf The Temperance Movements selbstbetiteltem Album den Rock vergangener Jahrzehnte auferweckt. Zum einen wären da Black Rebel Motorcycle Club und natürlich das Debütalbum der Kings Of Leon. Die britischen Neulinge lassen sich genauso wenig wie besagte Bands von Trends mitreißen, sondern machen ihr eigenes Ding. Die alten Helden werden gefeiert und ein altbekannter Klang darf sich frei von modernen Erwartungen entfalten. Das Ergebnis ist pur und rein und lädt zu Träumereien nach Freiheit ein.

Egal ob Easy Rider oder Sons Of Anarchy, das Motorradfeeling stellt sich schnell ein, wenn ein Track nach dem anderen vor treibenden Gitarren und kernigem Gesang keine Langeweile kennt. Rechtzeitig zum Auftakt zeigt die Band in „Pride“ auch gleich ihre sanfte Seite, die ähnlich gut den Blues einfängt und abermals an die immer häufigeren ruhigen Ausflüge der Kings Of Leon erinnert. Sobald die Instrumente jedoch ihren zarten Kern zeigen, passt sich hier auch der Gesang an, was vielleicht nicht jedem passen wird. Gleiches gilt für die vom Stil her ähnlichen Vertreter „Chinese Lanterns“, „Smouldering“ und „Serenity“. Allein „Lovers And Fighters“ sticht durch Country statt Blues hervor. Ob es sich hierbei jedoch um eine willkommene Abwechslung handelt, wird jeder Hörer nach mehrmaligem Hören für sich entscheiden müssen.

Das leichte Übergewicht des Albums haben dann aber doch die knackigen Rocker, die sich im besten Sinne problemlos austauschen lassen. „Midnight Black“, „Know For Sure“ und „Morning Riders“ nehmen sich in ihrer Intensität nichts und liefern von der ersten Sekunde an den schon im Opener versprochenen Kick. Alleine „Be Lucky“ verbreitet so etwas Ähnliches wie Langeweile und wird deswegen auch von der ansonsten starken Qualität dieser Scheibe beiseitegeschoben. So ein Debüt kann sich hören lassen und sollte zumindest ein Sprungbrett für die Zukunft sein.

Anspieltipps:

  • Midnight Black
  • Serenity
  • Only Friend

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  • 2020    
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