The Bosshoss - Flames Of Fame - Cover
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The Bosshoss Flames Of Fame


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

The BossHoss gehen auf Nummer sicher und produzieren Country-Pop.

Die Tatsache, dass Hoss Power und Boss Burns nun zum dritten Mal in der Jury der TV-Show „The Voice Of Germany“ sitzen, hat der Band The BossHoss endgültig den maximalen Bekanntheitsgrad verschafft. Angefangen mit Country-Coverversionen von Songs wie beispielsweise „Like Ice In The Sunshine“, wandten sich die Berliner im Laufe ihrer Karriere immer mehr der (Country-)Pop- und Rockmusik zu und bieten daraus mit ihrem Studioalbum Nummer sieben nun den ultimativen Stilmix.

Radiotaugliche Country-Popmusik mit Keyboard-Einsatz („Do It“, My Personal Song“), rockige Nummern („Bullpower“, „A Little More More More“) und ironisch augenzwinkernde Countrymusik made in Berlin inklusive Bläsereinsatz kommen zu Gehör („Eager Beaver“, „What If“). Doch scheint im Vergleich zu den Vorgänger-Alben „Liberty Of Action“ und „Stallion Battalion“ die musikalische Härte nachgelassen zu haben und der Hörer kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Band in puncto Chart-Präsenz ganz auf Nummer sicher gehen wollte.

Natürlich bringen Songs wie der Rockabilly-Track „A Little More More More“ oder das treibende „Backdoor Man“ tanzbaren Spaß, doch neben der Kritik, dass sich die englischen Texte nur schwerlich als tiefgründig verkaufen lassen, erweist sich die Suche nach Country-Rock-Pop-Songs, die nicht schon zigmal gehört wurden, als vergeblich. Damit wirken The BossHoss zahnlos, und das nicht nur, weil sie nichts Neues erfinden, sondern auch, weil sie nicht mehr so wie früher rocken und damit die Grenzen zwischen Pop- und Rockmusik immer mehr verschwimmen lassen. Sei’s drum! BossHoss-Fans auf der Suche nach partytauglicher Musik wird das wohl nicht stören.

Anspieltipps:

  • A Little More More More
  • My Personal Song
  • What If
  • Backdoor Man

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