Katy Perry - Prism - Cover
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Katy Perry Prism


  • Label: Capitol/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 62 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Alles bleibt beim Alten. Katy Perry reitet mit ihren Produzenten und Songwritern das erprobte Erfolgsrezept weiter.

Bei internationalen Popstars wie Katy Perry fällt es überhaupt nicht auf, wenn zwischen zwei Alben wie „Teeanage Dream“ (08/2010) und „Prism“ mehr als drei Jahre vergehen, weil sie durch ihre Dauerpräsenz in allen Medien immer im Gespräch sind (Sexiest Woman 2013, über 40 Millionen Twitter-Follower, Billboard Artist of the Year) und immer irgendwo ein Song von ihnen im Radio oder Fernsehen läuft. Und doch wird es auch für Hit-Wunder wie die quirlige Pastorentochter aus Santa Barbara, Kalifornien, irgendwann mal wieder Zeit, neue Briketts ins Feuer zu werfen. Dazu vertraut Katy Perry neben ihrem eigenen Können als Songwriterin, wiederum auf die Künste von (u.a.) Max Martin, Lukasz Gottwald, Adam Baptiste, Greg Kurstin und Sia Furler, die auch für die zurückliegenden Erfolge der 29-Jährigen mitverantwortlich waren.

Die wichtigste Herausforderung an ein erfolgreiches Popalbum sind heutzutage mehr denn je Hitsingles. Und eine davon liefert Katy Perry bereits mit dem Opener „Roar“ ab, der sich locker-flockig ins Gedächtnis einbrennt und den früheren Gassenhauern der Amerikanerin in nichts nachsteht. Damit ist die Marschroute für „Prism“ klar: Keine Jugendsüde ist peinlich genug, um ihr nicht ein weiteres Mal blind nachzueifern. Und so spielen sich Songs wie „Birthday“ „Unconditionally“ oder auch „This is how we do“ ganz in der Tradition des erprobten Perry-Erfolgsschemas ab, vor dem keine Radio-Playlist gefeit ist.

Zwischendurch erlaubt es sich Frau Perry, ein kleines bisschen zu experimentieren und in Songs wie dem House-lastigen „Walking on air“ oder dem von HipHop angehauchten „Dark horse“ über den Tellerrand hinauszuschauen. Doch das genügt freilich nicht, um von einer Weiterentwicklung zu sprechen oder besonderen Mut zu attestieren. Deshalb verläuft „Prism“ mehrheitlich nach dem bekannten Perry-Muster, das mindestens vier Singleauskopplungen abwerfen wird und mit Titeln wie „Ghost“, „Love me“, „This moment“, „Double rainbow“ und „By the grace of god“ besonders die Power-Balladen-Fraktion befriedigen sollte, die in der zweiten Albumhälfte über Gebühr bedient wird.

Das heißt für „Prism“: Alles bleibt beim Alten. Katy Perry reitet mit ihren Produzenten und Songwritern das erprobte Erfolgsrezept weiter (und das ganz im Gegensatz zu einer Lady Gaga oder Miley Cyrus!) und liefert dabei nicht mehr als solide Kost ab, aus der zwei, drei Hits herausstechen, während der üppige Rest getrost zu vergessen ist.

Anspieltipps:

  • Roar
  • This moment
  • Unconditionally
  • International smile
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