Vertical Horizon - Echoes From The Underground - Cover
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Vertical Horizon Echoes From The Underground


  • Label: Outfall Records
  • Laufzeit: 57 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Mainstream-Radio als Schlüssel zum Horizont.

Bereits seit den 90er-Jahren sind Vertical Horizon im Musik-Business aktiv. Sie tourten mit Jackopierce, Allman Brothers Band und Better Than Ezra. Mit der Single „Everything You Want“ erreichten sie Platz 1 der US-Charts und auch die Singles „You’re A God“ und „Best I Ever Had“ waren erfolgreich. Mittlerweile sind sie mit dem aktuellen „Echoes From The Underground“ beim siebten Album angelangt, das ihnen sicherlich wieder einigen kommerziellen Erfolg bescheren wird.

Geradezu perfekt auf das Radio zugeschnitten sind die elf neuen Songs des amerikanischen Quartetts. Mit melodischem Gitarren-Rock ist das Ganze eigentlich schon umschrieben und auch sicherlich für Freunde dieses Genres gedacht. Die radiotauglichen, folglich eingängigen Rock-Pop-Songs von Vertical Horizon sind dementsprechend perfekt produziert, folgen dem gängigen Vers-Refrain-Schema und taugen als Klangtapete, die einen nicht weiter stört. Der Albumtitel „Echoes From The Underground“ ist zwar Teil des Textes ihres Songs „Evermore“, führt jedoch in die Irre, denn mit irgendeiner Art von Underground-Musik hat das genau so wenig zu tun wie mit unterirdisch verlaufenden öffentlichen Verkehrsmitteln.

Leider ist der Longplayer mit einer Gesamtspielzeit von 57 Minuten auch noch viel zu lang geraten, denn spätestens nach dem vierten Song bleiben nicht nur Überraschungen aus, vielmehr verschwinden und verblassen die Songs im Gleichklang. Dass Vertical Horizon ihr Handwerk beherrschen, steht außer Zweifel und ihr Händchen für Melodien will ihnen auch niemand absprechen, wobei sie hier scheinbar zwei Melodielinien für elf Lieder verarbeiten. Wie die Schlüssel und Schlösser des Coverartworks sind sie nahezu identisch und unterscheiden sich lediglich in der Größe. Der popmusikalische Horizont lässt sich hier nicht erweitern, das Radioeinerlei dagegen schon.

Anspieltipps:

  • You Never Let Me Down

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