Mystic Prophecy - Killhammer - Cover
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Mystic Prophecy Killhammer


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die deutsche Antwort auf US Power Metal liegt auch im 13. Jahr ihres Bestehens hoch im Kurs.

Es ist beinahe schon beängstigend, mit welcher uhrwerkartigen Präzision R.D. Liapakis (Gesang), Markus Pohl (Gitarre), Constantine (Gitarre), Connie Andreszka (Bass) und Tyronne Silva (Schlagzeug) ein Album nach dem anderen ihren Fans vorsetzen, ohne sich qualitativ grobe Schnitzer zu erlauben. Als einziges schwarzes Schaf musste bislang nur das etwas ungestüme „Fireangel“ (05/2009) herhalten, danach ging es mit „Ravenlord“ (11/2011) schließlich wieder steil bergauf. Diesen Aufwärtstrend halten die Bad Grönenbacher auch mit ihrer achten Scheibe „Killhammer“ aufrecht, die sich auf dem Cover zwar alles andere als klischeefrei gibt, unter der Haube aber mit einer großen Portion Groove und Tempo die Nackenwirbel in Bewegung versetzt.

Ein gemäßigter Opener („Killhammer“), der von einem wütenden Biest verschlungen wird („Armies of hell“), ist bei Mystic Prophecy schon fast Tradition und auch Album Numero acht hält sich demzufolge daran. Im Anschluss geben der stets energisch agierende Liapakis und seine Mitstreiter ein Update ihrer Power Metal-Fusion amerikanischer und europäischer Prägung, die mit ein paar kleinen Abstechern in Thrash- („300 in blood“) oder klassische Heavy Metal-Gefilde („Set the world on fire“) die Genreschublade ein kleines Stückchen weiter öffnen. Langweilig wird es auf „Killhammer“ sowieso nie, denn entweder fegt ein mitreißender Metal-Tornado durchs Wohnzimmer („Children of the damned“), Liapakis darf sich als heiserer Ork versuchen („Hate black“) oder der Fünfer zerstampft mit wuchtigen Midtempo-Tracks seine Feinde zu Brei („Kill the beast“, „To hell and back“).

Neu oder gar ein Meilenstein ist die Scheibe allerdings nicht, dafür hätte beispielsweise der Refrain in „Angels of fire“ deutlich mehr Druck haben müssen und auch „Warriors of the northern sea“ schippert eher in soliden, aber nicht herausragenden Gewässern umher, anstatt als Flaggschiff hymnischen Heavy Metals zu gelten. Das obligatorische Cover kommt dieses Mal von Ozzy Osbourne, jedoch schadet der teutonische Donneransatz von Mystic Prophecy „Crazy train“ eher als dem Ozzy-Klassiker eine neue Facette abzugewinnen. Im Grunde genommen ist „Killhammer“ aber durchaus ein gelungener Nachfolger zu „Ravenlord“, selbst wenn der Vorgänger die kompakteren Ideen besaß und etwas räudiger und flotter um die Ecke schnalzte.

Anspieltipps:

  • 300 In Blood
  • Armies Of Hell
  • Children Of The Damned

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