Daniel Avery - Drone Logic - Cover
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Daniel Avery Drone Logic


  • Label: Because Music/ALIVE
  • Laufzeit: 68 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein zeitloser Trip zu verlorenen Tanzflächen.

Nachdem Daniel Avery im vergangenen Jahr eine Vielzahl an EPs und Promo-Mixes veröffentlicht hat, folgt dieses Jahr nun sein erster Longplayer. „Drone Logic“ ist 12 Tracks stark und ein massives, dichtes Kunstwerk. Avery hatte zuvor nur unter seinem Künstlernamen Stopmakingme mit Remixes und gelegentlichen Auftritten im legendären Londoner Fabric-Club auf sich aufmerksam gemacht. Im vergangenen Jahr entschied er sich, unter seinem Geburtsnamen Musik zu machen, und wandte sich gleichzeitig an Elektro-Veteran Erol Alkan und dessen Phantasy Sound Label.

„Drone Logic“ macht Averys Ruf als Techno-DJ und -Produzent alle Ehre. Mit tiefen, geradezu bedrückenden Bässen webt er dichte Soundatmosphären, die Beats sind dicht gedrängt. Allerlei seltsame Synthie-Sounds, im Titeltrack sind das vom Rhythmus zerhackte Didgeridoos, üben eine überaus hypnotische Wirkung aus. Sci-Fi-Bleeps, orientalische Vocal-Samples („Water Jump“) und leichter weiblicher Sprechgesang („Drone Logic“), sowie 90er Techno-Synthies kontrastieren die industrielle, schwere Stimmung. Tracks wie „Platform Zero“ sind mit drei Minuten Länge willkommene, gut platzierte Interludes zwischen den durchschnittlich sechs Minuten langen Basswänden und exotischen Sounds der restlichen Tracks.

Wer möchte, kann „Drone Logic“ und seine Tracks reduzieren auf Minimal-Einflüsse und klassischen Techno gepaart mit einigen exotischen Sounds und verzerrten Samples. Doch wer sich auf dieses Debütalbum einlässt, kann sich fallen und vom Sound treiben lassen. Die Zusammenstellung der Elemente und die Art, wie die einzelnen Tracks ineinander und auseinander fließen, ist hypnotisch und vereint die Lust, zu tanzen, mit dem Drang, einfach irgendwo liegen zu bleiben. Avery meint, er wolle den Hörer auf eine Reise mitnehmen. Dabei entstanden ist ein Trip, dem man sich allzu gerne hingibt.

Anspieltipps:

  • Drone Logic
  • These Nights Never End
  • All I Need

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