Max Paul Maria - Miles & Gallons - Cover
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Max Paul Maria Miles & Gallons


  • Label: Devilduck/INDIGO
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Max Paul Maria steht sich selbst dabei im Weg, richtig gute Singer/Songwriter-Musik zu kreieren.

Max Paul Maria gibt sich sichtlich Mühe. Die Stimme so rauchig wie möglich und mit Emotionen bestückt, versucht er, seine durchweg schönen Arrangements mit Leben zu füllen. Und das tut er auch. Allerdings immer auf einer Stufe, die den Hörer stets denken lässt, dass irgendetwas fehlt. Der junge Singer/Songwriter hat ein Talent fürs Songschreiben gepachtet, das aller Ehren wert ist, doch er ist kein Billy Joel. Dem jungen Mann fehlen das Charisma und die Energie, um aus dem Schatten seiner limitierten Gesangsfähigkeiten zu treten. Daran ist er im positiven Sinne auch selbst schuld, da sein komplettes Album „Miles & Gallons“ vor starken Melodien strotzt.

Mit einer heftigen Liebe zu Mundharmonika und Bluegrass-Gitarren schafft Max Paul Maria es, einfache Geschichten wie Reinhard Mey zu erzählen („Miles & Gallons“ und „Arms Raised Wide“), sich aber auch einer typisch amerikanischen Stimmung zu verschreiben („Pale Moon“). Mit verzerrter Stimme und Blues traut sich Maria auch noch in weitere Gefilde vor, die ihn als vielschichtigen Künstler zur Schau stellen. Innerhalb von fünf Tracks hat das Album ein Profil erstellt, das auf eigenen Beinen stehen kann. Nur die Stimme will nicht immer richtig passen. Entweder nicht weich genug oder zu gequält rau singt sich der Songwriter durch die Stücke, kann dabei aber nicht wie seine Musik einen Stempel aufdrücken.

Außer dem von einem Akkordeon begleiteten „Anchor“ kann auf der zweiten Hälfte des Albums nur noch das starke „This Mess We're In“ hervorragen. Die besagten Gesangsprobleme ziehen sich zwar durch das Album, aber wenn die Melodien so stark sind wie in „This Mess We're In“ und dem Auftakt, dann sieht man über die Fehler hinweg. Da sich einige Lieder im Mittelteil dann aber doch zu sehr ähneln, um eine Marke zu setzen, bleibt am Ende ein gemischter Eindruck, der besonders dadurch geprägt wird, dass man sich die vorliegenden Stücke mit anderen Stimmen besser vorstellen kann. Wer nicht ganz so kritisch in diesem Punkt ist, der ist mit „Miles & Gasoline“ schon gut bedient, von Seiten dieser Kritik wäre ein wenig Stimmübung allerdings erwünscht. Dann reicht es bei Max Paul Maria bestimmt auch für mehr.

Anspieltipps:

  • Miles & Gasoline
  • Pale Moon
  • This Mess We're In

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