Daniel Schuhmacher - Diversity - Cover
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Daniel Schuhmacher Diversity


  • Label: JSM/Rough Trade
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Neustart für den DSDS-Gewinner des Jahres 2009.

Daniel Schuhmacher, der Gewinner der sechsten Staffel der TV-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar” im Jahr 2009, ist drei Jahre nach seiner letzten Platte wieder da! Nachdem seine ersten beiden Studioalben nach dem Gewinn der RTL-Show innerhalb von nur 15 Monaten auf den Markt gebracht wurden, ist nicht nur der Medien-Hype inzwischen verflogen, sondern auch so etwas wie künstlerische Normalität in das Leben des 26-jährigen Sängers eingekehrt. Mit neuem Management, neuer Plattenfirma und selbstgeschriebenen Songs, ist Schuhmacher spätestens jetzt aus den Casting-Show-Fängen, die sowohl Fluch, als auch Segen sein können, entkommen und mehr oder weniger sein eigener Herr.

Mit Jakob Hansonis, Bernhard Selbach, Chris Buseck und der britischen Band Mirrors hat Daniel Schuhmacher musikalische Partner gefunden, die sich ausgiebig am Songwriting der 13 Album-Tracks beteiligt und diesen einen Klang-Stempel verpasst haben, der zeitweise an britische Popmusik der 80er Jahre erinnert. Dazu mussten die Songs eingängig („Rolling stone“), tanzbar („Gold“), elektronisch-modern („Heart of stone“) und auf gewisse Weise stilistisch vielfältig sein. Denn mit dem rockigen „Shady side“ und dem souligen „Take the silence“ verlässt Daniel Schuhmacher hier und da die üblichen Pop-Pfade und beweist damit Mut zur Lücke.

Auch wenn „Diversity“ nicht frei von Schwächen ist, stellt sich das Album zumindest als eine sympathische Songsammlung dar, die nicht am Reißbrett nach Schema F entworfen wurde. Daniel Schuhmacher und sein Songwriting-Team greifen aktuelle Strömungen in der Popmusik auf (Stichwort: Dubstep), integrieren dezente Retro-Sounds („Touch me“) und mischen daraus ein solides Werk aus Gute-Laune-Songs („Dim the lights“), Balladen („Doleful“) und Stoff für das Radio („Propaganda“). Essentiell ist sicher etwas anderes, aber schlecht definitiv auch.

Anspieltipps:

  • Touch me
  • Rolling stone
  • Dim the lights
  • On a new wave (2013)

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