Hail Of Bullets - III: The Rommel Chronicles - Cover
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Hail Of Bullets III: The Rommel Chronicles


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Todesmetallischer Ausflug in das Leben des berühmt-berüchtigten Erwin „Wüstenfuchs“ Rommel.

Mittlerweile dürfte jeder Old School Death Metal-Fan durchschaut haben, welche Agenda die Holländer um Sänger Martin van Drunen (Ex-Bolt Thrower, Ex-Pestilence, Asphyx), die Gitarristen Paul Baayens und Stephan Gebédi (Thanatos), den Bassisten Theo van Eekelen (Ex-Houwitser) und Drummer Ed Warby (Gorefest) verfolgen. Wer es noch immer nicht wissen sollte: Aktuelle Tagesthemen sind bei der Hail Of Bullets-Armada jedenfalls nicht angesagt, stattdessen widmet sich der Fünfer bestimmten Ereignissen vergangener Kriege. Beim Debüt „Of Frost And War“ (05/2008) stand der Russlandfeldzug, der den Decknamen „Operation Barbarossa“ hatte, Pate und „On Divine Winds“ (10/2010) konzentrierte sich auf den „Aufstieg und Fall des japanischen Reiches“.

Mit „III: The Rommel Chronicles“ befassen sich van Drunen & Co. nun erstmals nicht mit einzelnen Kriegsschauplätzen, sondern beleuchten in zehn Tracks die Person des berühmt-berüchtigten Feldmarschalls Erwin „Wüstenfuchs“ Rommel, der für die Nationalsozialisten im Afrikafeldzug entscheidende Knotenpunkte wie Tobruk oder Kyrenaika trotz erschwerter Bedingungen einnehmen konnte. Verpackt wird das Ganze in das altbewährte Paket aus Martins heiserem Gebell und einer unbarmherzig agierenden Rhythmusgruppe, die weder vor schnellen MG-Feuern, noch vor doominfizierten Granatensplittern Halt macht. Der Auftakt ist mit dem geradlinigen „Swoop of the falcon“ zwar noch relativ verhalten gestaltet, dafür zischt das anschließende „Pour le merite“ schnörkellos an einem vorbei und mit „DG-7“ kreieren Hail Of Bullets ein majestätisches, wie kompromissloses Todesbleigebilde, welches vor allem durch das im Finale geröchelte Wort „Gespensterdivision“ für einen einzigartigen Genre-Höhepunkt sorgt.

Danach beschränken sich die Holländer auf eine ansprechende Mischung ihrer bisherigen Zutaten und sorgen mit unerbittlichem Old School Death Metal, der sich wie die Wüstenhitze ins unbedeckte Fleisch brennt („Tobruk“, „Farewell to Africa“), melodischen Tempowechseln („The desert fox“), dröhnendem Doom und Rommel-Zitaten („Death of a field marshall“), sowie zupackenden Groove-Passagen („The final front“), die sogar in Form von klassischem Heavy Metal ihre Aufwartung machen („DAK“), für ein eindringliches (Kriegs-) Erlebnis. Der Text kocht zwar manchmal sein eigenes Süppchen, wenn z.B. einem furchtlos gekreischtem „Fire!“ nur sanftmütiges E-Gitarren-Gezupfe folgt, doch das sind nur Sandkörner in einer an und für sich tadellos funktionierenden, alles durchschlagenden Panzerhaubitze.

Anspieltipps:

  • DG-7
  • DAK
  • The Final Front

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