The Building - Building - Cover
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The Building Building


  • Label: Clouds Hill/Rough Trade
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Deutschland gibt sich experimentierlustig, doch das bleibt das einzige Highlight...

Ein Hauch Achtzigerjahre gefällig? Das heißt Synthesizer und Keyboard in den Vordergrund und wenn hier jemand meint, er müsse nicht mit Kopfstimme singen, dann wird ihm gleich die Tür gezeigt. „The Building“ vereinen all die Markenzeichen von damals mit modernem Geschmack und erinnern an eine melancholische, aber dafür nicht so psychedelische Alternative von MGMT. Auf ihrem Debütalbum „Building“ finden sich gerade einmal acht Tracks, was ebenfalls an die Sparsamkeit von MGMT erinnert. Da besagtes Vierbuchstaben-Duo allerdings immer mehr durch Störgeräusche denn richtiger Musik auffällt, hält man gern nach Alternativen Ausschau.

Leider ergibt sich schnell das Bild, dass The Building einen Weg verfolgen, der eher zufällig funktioniert. Die Mischung aus etwas althergebrachten Electro-Sounds und erfrischenden Beats funktioniert eher selten. „Reginac“ ist eine der positiven Ausnahmen des Albums, denn insgesamt tut sich „Building“ schwer. Wenn die Beats wie im Opener oder „Reginac“ ausfallen, dann fällt das Trio oft in Muster, die nicht wirklich greifen wollen. Synthie-Schmuse-Popsongs wie „Icons“ und „Between Us“ klingen arg nach Alphaville-Zeiten, was leider kein reines Lob ist. Hier werden sich Gemüter spalten und ohne starke Bindungen zu besagten 80er-Sounds, gibt es nur wenig Grifffläche für die Hörer. Zu altmodisch klingen die Tracks hierfür und in Verbindung mit den hohen Stimmen, wird das Hörerlebnis für kaum jemanden leicht gemacht.

Richtig schwer wird es, wenn die Soundscapes sich den modernen Strukturen annähern, ohne allerdings auf die überholt klingenden Synthesizer zu verzichten. Hier möchten The Building wohl Freunde von alt und neu zusammenbringen. Ohne große Hooklines und dafür mit füllendem Klang versucht das Trio dabei, Hörer an der Leine zu halten, aber selten hängt es derart stark vom Hörer und guten Kopfhörern ab, ob die Musik einer Band zünden kann. Wenn der satte Klang dieser Gruppe an kleinen Boxen scheitert, scheitert direkt das komplette Paket. Ohne echte Highlights und dafür mit positiven Ausnahmen wie „Reginac“ und „Masquerade“ bleibt „Building“ ein mehr gescheitertes, denn gelungenes Klangexperiment.

Anspieltipps:

  • Reginac
  • Masquerade
  • The Breath I Inhaled From You

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