David Orlowsky Trio - Symphonic Klezmer - Cover
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David Orlowsky Trio Symphonic Klezmer


  • Label: Classical/Sony Music
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die besten Songs des David Orlowsky Trios, klanglich erweitert durch die Kammerakademie Potsdam.

Eine Stunde beträgt die Spielzeit dieses Albums - 60 Minuten, in denen David Orlowsky, Jens-Uwe Popp und Florian Dohrmann einen Einblick in ihr bisheriges Schaffen geben. Beachtliche 16 Jahre gibt es das David Orlowsky Trio nun schon, seit 2005 ist Gitarrist Popp dabei. Und doch ist „Symphonic Klezmer“ kein herkömmliches Best-of, sondern etwas Besonderes: Zusammen mit der Kammerakademie Potsdam haben die drei Musiker zwölf ihrer Titel zum Teil neu, zum Teil erstmalig eingespielt. Ausstaffiert und gewissermaßen aufgemotzt wurden die Songs durch Torsten Rasch, David Bruce, Matan Porat, Rainer Tempel und Ralf Hesse, die sich um die Arrangements gekümmert haben.

Das Ergebnis dieser Kollaborationen kann sich hören lassen, vorausgesetzt natürlich, man interessiert sich für klassische Musik im Allgemeinen sowie im besten Fall auch noch für Klezmer im Speziellen. Denn wie das mit Klassik immer so ist: Talentiert sind die Protagonisten alle, geschult und professionell sowieso, aber auch so unkommerziell, eigen und schwer zugänglich wie es Punkmusik heute gerne noch wäre. Es ist sicherlich davon auszugehen, dass es kaum Spontankäufe in diesem Genre gibt, daher werden alldiejenigen, die „Symphonic Klezmer“ erwerben, vermutlich wissen, was sie erwartet - und sie werden nicht enttäuscht.

Denn keine Frage: Der zweifache Echo-Preisträger David Orlowsky und seine Band haben es auf Tasche. Gleiches gilt für das ebenfalls prämierte Potsdamer Kammerorchester. Ihre Zusammenarbeit hört sich in den besten Momenten an wie ein Filmsoundtrack, nix actionlastiges, sondern eher so von der Woody Allen-Sorte. Das David Orlowsky Trio bleibt trotz numerischer Unterlegenheit immer präsent, der orchestrale Sound wirkt nicht erdrückend, sondern entpuppt sich durch und durch als eine Erweiterung des Klangspektrums. Man kann sich diese CD kaufen, sie in den Player schieben und während eines schicken Essens durchlaufen lassen. Man kann sich auch mit Kopfhörern die volle Klassik-Dröhnung geben - das alles lässt „Symphonic Klezmer“ locker zu. Die einzelnen Stücke wirken eigenständig genauso wie als geschnürtes einstündiges Paket. Voraussetzung bleibt jedoch - wie gesagt - ein gesteigertes Interesse an klassischer Musik. Denn so massentauglich und hip wie David Garrett ist das David Orlowsky Trio nicht und will es bestimmt auch nicht sein.

Anspieltipps:

  • Juli
  • Philomelos
  • Le Tigre
  • Istanbul

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