Dido - Greatest Hits - Cover
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Dido Greatest Hits


  • Label: Arista/Sony Music
  • Laufzeit: 143 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach vier Studioalben in 13 Jahren ist es Zeit für eine obligatorische Hit-Auswertung.

Es ist bestimmt kein Geheimnis, dass das letzte Studioalbum von Dido, „Girl Who Got Away“ (03/2013), mit bisher rund 500.000 verkauften Einheiten nicht so lief, wie man sich das beim Label der 42-Jährigen Londonerin vorgestellt hat - verkauften sich doch die vorherigen drei Studioalben bis dato ca. 30 Millionen Mal. Vielleicht ist es deshalb nun an der Zeit, die Karriere der Sängerin zusammenzufassen und in Form eines „Greatest Hits“-Albums im Zuge des Weihnachtsgeschäfts zu vermarkten. Freilich: Spannend ist etwas anderes, aber das Business tickt eben so.

Nach vier Studioalben ist eine Hit-Auswertung heutzutage durchaus normal und legitim. Vor allem, wenn man so viele echte Hits auf sich vereinen kann, wie Dido Armstrong. Ihre Song-Sammlung berichtet davon mit 18 Tracks in chronologischer Reihenfolge, sodass die bisherige Karriere der Schwester von Rollo Armstrong (Faithless) eins zu eins nachverfolgt und ein Wiederhören mit Titeln wie „Here with me“, „Stan“, „Don’t leave home“, „Hunter“ oder auch „White flag“ stattfinden kann, bis das finale, von Rollo Armstrong und Greg Kurstin (u.a. Lily Allen, P!nk, The Flaming Lips, Marina & The Diamonds) mitkomponierte Lied „NYC“ als nagelneuer Bonus Track den Reigen beschließt.

Das ist in der Summe natürlich bärenstarke Popmusik, aber als Erlebnisfaktor freilich auch ein bisschen dünn. Wer etwas Abwechslung bzw. Abstand vom Standardrepertoire sucht, sollte deshalb zur Deluxe Version des Longplayers greifen, auf dem 13 Remix-Versionen der Dido-Hits auf einer zweiten Disc untergebracht sind. Hier wird es dann ein wenig spannender, wenn sich Kollegen wie Timbaland, Rollo Armstrong, André „Moguai“ Tegeler, Dennis Ferrer oder auch MJ Cole mit den Stücken befassen und diese behutsam durch den Remix-Wolf drehen.

Okay, der passionierte Dido-Fan und Maxi-Single-Käufer wird sicher auch hier keine Gänsehaut (mehr) bekommen, aber als nette Dreingabe zu hinlänglich bekanntem Hit-Futter ist dieser kleine Remix-Exkurs dennoch eine feine Sache, mit dem ein wie so oft überflüssiges „Greatest Hits“-Werk zumindest ein bisschen aufgepeppt werden konnte.

Anspieltipps:

  • Stan
  • Thankyou
  • No freedom
  • Life for rent
  • Here with me
  • Don’t leave home
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