Yvonne Catterfeld - Lieber So - Cover
Große Ansicht

Yvonne Catterfeld Lieber So


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der auf „Blau im Blau“ (2010) eingeschlagene Weg wird fortgesetzt. Und das ist gut so.

Zehn Jahre stand Yvonne Catterfeld (34) beim Majorlabel BMG (später SonyBMG, danach Sony Music) unter Vertrag. Doch nachdem die kommerziellen Erfolge von Album zu Album immer mehr nachließen und sich „Blau im Blau“ (03/2010) am Ende nur noch schlappe drei Wochen in den deutschen Charts halten konnte, trennten sich die Vertragspartner und die Sängerin legte eine dreijährige Pause von der Musik ein. Dabei war allerdings immer klar, dass die Catterfeld ans Mikrofon zurückkehren würde und relativ schnell auch besiegelt, dass dies über den Major Universal passieren würde.

Mit „Lieber so“ ist die musikalische Durststrecke nach der im Herbst 2011 noch für Sony Music auf den Markt gebrachten Best-Of-CD „Von Anfang bis jetzt“ nun endlich beendet und 13 neue Songs fertig, die unter der Regie der Produzenten Roland Spremberg (a-ha, Unheilig, Roger Cicero, Ivy Quainoo) und Steffen Häfelinger (Natasha Thomas, Lea Finn, Lisa Bund) sowie zusammen mit Songwritern wie u.a. Mia Aegerter und Justin Balk entstanden sind – und ganz anders als frühen klingen sollen.

In so einer Aussage mag unter Umständen verkäuferisches Kalkül stecken, denn nach den ausbleibenden Erfolgen der letzten Single- und Album-Veröffentlichungen, musste ja im Prinzip irgendetwas passieren. Doch bis auf die Tatsache, dass Yvonne Catterfeld heuer mehr Tiefe und Soul in ihre Stimme legt, haben sich die musikalischen Pole nicht sehr weit verschoben. Denn „erwachsener“ klangen die Stücke der Catterfeld bereits auf „Blau im Blau“. Auf „Lieber so“ wird diese Entwicklung fortgesetzt.

Bis auf ein paar Negativ-Ausreißer wie das an Juli oder Silbermond gemahnende „Jäger der Zeit“, das einschläfernde „Amazone“ oder lyrische Plattitüden wie in „Ganz großes Kino“ (Amy Winehouse meets James Bond) oder auch „Vielleicht ist keine Antwort“, stellt das vorliegende Werk ein durchaus angenehm hörbares Pop-Album für den erwachsenen Hörer dar. So ist die erste Singleauskopplung „Pendel“ mit erfrischenden Rhythmen ausgestattet, „Kein Blick zurück“ verbindet anmutende Pianoklänge mit einer getragenen Melodie, „Lieber so“ ist ein von zarten Streichern begleitetes Statement zum Ende einer Liebe und „Nicht drüber reden“ ein forsch pulsierender Tritt in den Allerwertesten, während „So viel mehr als Liebe“ fast schon wieder die alten Höhen im Gesang der Catterfeld erreicht.

Fazit: „Lieber so“ ist ein wohlig-solides Comeback-Album, auf dem sich Frau Catterfeld ganz dezent weiterentwickelt und den auf „Blau im Blau“ eingeschlagenen Weg fortsetzt. Und das ist gut so!

Anspieltipps:

  • Pendel
  • Lieber so
  • Unser Weg
  • Nicht drüber reden
  • So viel mehr als Liebe

Neue Kritiken im Genre „Pop“
6/10

Sensation
  • 2018    
Diskutiere über „Yvonne Catterfeld“
comments powered by Disqus