Average Engines - Follow. Fail. Repeat. - Cover
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Average Engines Follow. Fail. Repeat.


  • Label: Brutkasten/Broken Silence
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Achtung, Mundraub! Wie heißen die Tracks sechs und neun auf dieser Platte?

Average Engines aus Hamburg melden sich mit ihrem zweiten Longplayer „Follow. Fail. Repeat“ auf ihrem Band-eigenen Brutkasten-Label an der progressiven Rock-Front zurück. Finanziert wurden die Aufnahmen per Internet-Crowdfunding, aus denen elf Songs entstanden sind, von denen bei zweien (Track sechs und neun) die Titel gepflegt unterschlagen werden. In Empfang genommen wird der geneigte Hörer mit folgender Botschaft auf dem Cover: „Lend the shit out of this record, burn it, give it to your best friend or your worst enemy, put it on your MP3-player and sing along, you crazy bastard. When you threw it at all of your friends, maybe those friends could come to a show or buy a shirt sometime.” Na gut, wenn’s schön macht. Warum nicht!?

Dass die durchaus humorvollen Herren von der Waterkant mit „Follow. Fail. Repeat“ kein Glücksbärchi-Album aufgenommen haben, zeigt die Presseinfo zu dem diesmal in kompletter Eigenregie eingespielten Werk: „Jeder von uns hat während der Entstehung der Songs und des Albums persönlich eine schwere Zeit durchgemacht. Und jeder stand zu irgendeinem Zeitpunkt mal völlig aufgelöst in der Probe. Auf der anderen Seite ist uns während genau dieser Zeit unfassbar viel Gutes mit der Band widerfahren, dass wir uns immer wieder die Augen reiben mussten. Wir glauben, dass man den Songs die beiden Seiten auch anhört.“

Aufgrund dieser Ansage darf der Konsument getrost die eine oder andere Ecke und Kante in der Musik des Quartetts erwarten. Doch das bedeutet nicht, dass die Band den Sound ihres Longplay-Debüts aufgegeben hat. Nachwievor bedienen sich die Herren Tim Ukena (Gesang, Gitarre, Keyboard), Matthias Brattig (Gitarre, Keyboards), Lars Oldendorf (Drums), Thorsten Schmidt (Bass, Gesang) in einem breiten Baukasten aus Stoner- („Where others got a heart I’ve got an asshole“), Indie- („Hound beach“) und Alternative Rock („Max Birnstiel, our future king“) im Wechsel aus poppigen Hooks und dezent-progressiven Elementen („Bolts & Lightning“).

Musikalisch ist damit das Soll erfüllt. Bleibt nur ein kleiner Haken: Leider hört man der Produktion an, dass nicht sehr viel Geld in sie hineingeflossen sein kann. Dazu ist der Sound nämlich zu dumpf und matschig. Da hätte ein Produzent wie Guido Lucas (Kern, Genepool, Blackmail, Scumbucket), der den Vorgänger „Battlesuits“ (08/2011) betreut hat, vermutlich mehr herausholen können.

Anspieltipps:

  • Anchor
  • Anacondor
  • Where others got a heart I’ve got an asshole

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