Jethro Tull - Benefit: A Collector´s Edition - Cover
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Jethro Tull Benefit: A Collector´s Edition


  • Label: Chrysalis/WEA
  • Laufzeit: 175 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der „kleine” Klassiker von Jethro Tull in einem neuen Mix von Steven Wilson (Porcupine Tree).

Das 1970er „Benefit”-Album der britischen Prog- und Art-Rock-Band Jethro Tull um Mastermind Ian Anderson zählt gewiss nicht zu den Werken, die als erstes aufgezählt werden, wenn der Status der Kult-Band erörtert wird. Das werden für immer die Werke „Aqualung“ (1971) und „Thick As A Brick“ (1972) sein. Da sich diese beiden Meisterwerke aber nicht ohne Ende immer und immer wieder ausschlachten lassen (zuletzt 2011 und 2012 zum 40. Jubiläum), muss jetzt eben mal Studioalbum Nummer drei herhalten.

Damit diese Aktion nicht untergeht (das Album feiert schließlich kein Jubiläum!), haben die Verantwortlichen keinen Geringeren als Steven Wilson (Boss der Prog-Rock-Band Porcupine Tree, der als Produzent bzw. Toningenieur u.a. schon für King Crimson, Marillion, Orphaned Land, Fish sowie Emerson Lake & Palmer tätig war) verpflichten können, der das komplette Werk neu abgemischt und digital überarbeitet hat. Dies erscheint nun als nett aufgemachte Digi-Box, die mit dem üblichen Bündel an Bonus-Songs daherkommt („Associated Recordings 1969-1970“), wozu auch diverse Stereo- und Mono-Versionen der Original-Album-Tracks auf einer zweiten CD gehören.

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Für Puristen besteht das Highlight aber nicht aus dem neu abgemischten Album oder den Stereo/Mono-Mixes, sondern aus einer zusätzlichen Audio-DVD, auf der sich Steven Wilson mit einem Dolby Digital 5.1 Surround Mix in 96/24-Auflösung austoben konnte. Während sich der Hörer von diesem neuen Edel-Sound beriesel lässt, kann er zudem nach einem 48-seitigen Booklet mit ausführlichen Informationen und einem Essay von Martin Webb greifen und das Multi-Media-Vergnügen damit komplett machen.

Vergessen wollen wir dabei aber nicht, dass „Benefit“ deutlich langatmiger und nicht so griffig wie „Aqualung“ und „Thick As A Brick“ ausgefallen ist und mit Hits geizt. Klar, Fans werden auch dieses Frühwerk, das ja noch vor den beiden Band-Klassikern auf den Markt kam, ins Herz geschlossen haben. Eine Mutter hat ja schließlich auch kein Lieblingskind. Oder vielleicht doch? Skandal!

Anspieltipps:

  • 17
  • Son
  • Teacher
  • Sweet dream
  • Play in time
  • Alive and well and living in

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